Medizinstudenten besuchen Salzwedeler Altmark-Klinikum

Mehr Geld für Landärzte

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Magdeburger Studenten schauten sich das Altmark-Klinikum und die Region an. Das Ziel: Möglichst vielen sollen vor Ort praktizieren und damit den Mangel an Medizinern mindern.

Salzwedel. Der Landarztmangel beschäftigt die Altmark seit Jahren. Das Altmark-Klinikum versucht gegenzusteuern. 14 Medizinstudenten der Magdeburger Universität schauten sich mit Professor Markus Herrmann in Salzwedel um. Das Ziel war klar: Junge Mediziner als Landärzte gewinnen.

Heiko Rodewohl, leitender Oberarzt der Salzwedeler Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie machte den Gästen die Region schmackhaft: „Wir leben hier sehr schön.“ Was das Altmark-Klinikum angeht, hob er die kurzen Wege hervor. Dies sei gegenüber einer Universitätsklinik ein klarer Vorteil. Dies gelte auch für die Hierarchien und die fachliche Ausbildung. „Als ich hier meinen Dienst antrat, war für mich das wichtigste Kriterium die persönliche Bindung zum Patienten. Im Vergleich zu großen Kliniken ist man hier als Mediziner von Anfang an dabei und begleitet zum Beispiel den Patienten von der Notaufnahme über den OP bis zur Entlassung und Nachsorge“, unterstrich der Arzt.

Die Studenten zeigten sich am Stipendium interessiert. Das Klinikum bietet 700 Euro pro Monat. Und zwar bis zum Ende der Regelstudienzeit. Studenten mit bestandenem Physikum verpflichten sich, ihre Facharztausbildung in Salzwedel oder Gardelegen abzulegen. „Man muss es wollen und auch ein Herz für das Landleben mitbringen“, so Heike Rodewohl.

Die angehenden Mediziner waren in Sieben Linden (Poppau) untergebracht. Dabei lernten sie die besondere Lebensweise kennen. Während ihres Blockseminars sprachen sie auch mit niedergelassenen Ärzten. Dabei ging es zum Beispiel um Themen wie stationär-ambulante Kooperation sowie Vor- und Nachteile eines Landarztes. „Mit dem Wahlfach landärztliche Medizin inklusive der Wochenendseminare in der Altmark steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich zukünftige Mediziner als Landärzte niederlassen“, erklärte Professor Markus Hermann abschließend.

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