Investition über drei Millionen Euro / Mehr Platz für Patienten

Altmark-Klinikum: Intensivstation wird erweitert

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Dieter Schwerin von der Firma Kroth aus Brunau gehört zur Mannschaft, die mit den Abrissarbeiten in der einstigen Tagesklinik beschäftigt ist.

Salzwedel. Die Intensivstation des Altmark-Klinikum wird ausgebaut. „Das ist eine nötige und wichtige Investition, um dem Anspruch einer adäquaten Patientenversorgung gerecht zu werden“, unterstreicht Marco Staud, technischer Leiter.

Denn die Intensivstation ist seit 15 Jahren im Betrieb, Behandlungsmethoden wurden aber weiter entwickelt. Zudem gibt es immer mehr überwachungspflichtige Patienten. Die sechs Betten reichen nicht mehr. Im Durchschnitt werden 20 Patienten pro Monat betreut.

Um die Situation zu verbessern, sollen in den nächsten anderthalb Jahren rund drei Millionen Euro investiert werden. Das Hauptziel dabei lautet: Das Krankenhaus soll jederzeit für die Versorgung von Unfallopfern bereitstehen. Zudem gilt es zu erreichen, dass keine Operationen mehr abgesagt werden müssen, weil die Kapazität der Intensivstation ausgeschöpft ist. Darum hat der Aufsichtsrat beschlossen, den Aus- und Umbau voran zu treiben. Der dafür nötige Bauantrag soll demnächst gestellt werden.

Die Station gilt es zu erweitern, damit auch Platz für die sogenannten Überwachungsbetten ist, die derzeit noch in einem anderem Bereich des Krankenhauses untergebracht sind. Der neue Intensivbereich wird über 14 Betten verfügen. Sechs davon sind dann für Patienten, die beatmet werden müssen. Bei acht gilt es eine intensive Überwachung zu gewährleisten. „Alle Betten werden so ausgestattet, dass sie variabel belegbar sein werden“, gibt der technische Leiter einen Ausblick.

Einige Weichen wurden bereits gestellt, damit die Station im August 2017 in Betrieb gehen kann. Die Tagesklinik ist zum Beispiel Anfang April aus dem ersten Obergeschoss des Hauses IV ins Erdgeschoss des Hauses I umgezogen und hat dort den gewohnten Betrieb aufgenommen. In den alten Räumen der Tagesklinik soll die Intensivstation untergebracht werden. Dort stehen derzeit noch Abrissarbeiten an, damit Baufreiheit herrscht. „Bei den Planungen müssen zudem neben der räumlichen Aufteilung das Brandschutz- sowie das Evakuierungskonzept, der Haustechnikplan, die Elektro- und Wasserversorgung, Abwasser sowie etliche Dinge mehr berücksichtigt werden“, umschreibt Marco Staud den Umfang des Projektes.

Der eigentliche Bau wird dann in zwei Abschnitten erfolgen. Zunächst wird die Tagesklinik umgerüstet, damit die Intensivstation dort einziehen kann. Danach gilt es die jetzigen Räumen umzurüsten und auszubauen. Zum Schluss wird dann die Trennung der beiden Bereiche aufgehoben. Im Anschluss kann die neue und moderne Intensivstation im Salzwedeler Klinikum vollständig in Betrieb gehen.

Von Christian Ziems

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