Schlechtes Material aus DDR-Zeiten bereitet dem VKWA große Sorgen

Abwasserprobleme kosten 1,7 Millionen Euro

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Christel Schneppel (r.) zeigte Sabine Danicke im Februar, dass die Probleme in Henningen unter der Erde liegen. Das Abwassernetz ist marode. Der VKWA favorisiert einen Neubau.

Henningen. „Wir haben es nicht zu verantworten aber müssen uns darum kümmern“, ging Jens Schütte, Geschäftsführer des Verbandes für Wasserversorgung und Abwasserbehandlung auf die Probleme in Henningen ein.

Ortsbürgermeisterin Christel Schneppel wies in einem Gespräch mit Oberbürgermeisterin Sabine Danicke auf das marode System hin (AZ berichtete). Die Stadt schrieb dem VKWA einen Brief. Dieser soll handeln. „Ich hatte aber schon vorher mit Frau Schneppel gesprochen und ihr die Ursachen erklärt“, informierte Jens Schütte während der Verbandsversammlung am Donnerstagabend.

So handelt es sich in Henningen um ein provisorisches Abwassernetz, beim Bau zu DDR-Zeiten wurde schlechtes Material verwendet. „Zu reparieren bringt nichts. Das ist eine Fass ohne Boden“, favorisiert Jens Schütte einen Neubau. Rund 1,7 Millionen Euro sind nötig. „Das können wir nicht von heute auf morgen umsetzen“, so der Geschäftsführer. Für die Investition sollen zunächst Fördermittel beantragt werden.

Von Christian Ziems

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