Mathias Markowski holte Frau aus brennendem Pkw

26-Jähriger lebt Zivilcourage

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Polizeirat Sebastian Heutig würdigte gestern Nachmittag im Salzwedeler Revier die Leistung von Mathias Markowski aus Brunau.

Salzwedel / Dolchau. „Ich bin hin und habe geholfen. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit“, beschrieb Mathias Markowski den 27. Februar. Er rettete eine Frau aus einem brennenden Auto und wurde gestern in Salzwedel von Revierleiter Sebastian Heutig gewürdigt.

Der Polizeirat hörte sich die Eindrücke des Brunauers an.

An diesem Februar-Abend kam er mit seinem Wagen in Dolchau auf einen Unfall zu. Das Auto war ihm bereits vorher aufgefallen: „Ich sah durch die Bäume, wie es ins rutschen geriet.“ Eine 19-Jährige kam mit ihrem Wagen gegen 22.30 Uhr von der Landesstraße 12 auf Grund von Glätte ab und kollidierte mit einem Baum. Mathias Markowski eilte sofort zur Hilfe. Denn die junge Frau verletzte sich und konnte darum nicht alleine aus dem Wagen. Die Situation war im wahrsten Sinne des Wortes brenzlig. Der Motor fing an zu brennen. Der Brunauer griff beherzt ein und zog die 19-Jährige, die ansprechbar war, aus dem Wagen. „Ich habe sie auf einen Stein gesetzt“, erzählte der 26-Jährige gestern. Anschließend alarmierte er die Rettungskräfte und kümmerte sich mit Dorfbewohnern darum, dass sich der Brand im Wagen nicht weiter ausbreitet. Die Feuerwehren der Region löschten den Brand schließlich. „Diese Zivilcourage ist keine Selbstverständlichkeit. Hut ab“, zeigte sich Salzwedels Revierleiter Sebastian Heutig von der Leistung beeindruckt. Er wünsche sich mehr solche Ersthelfer. Doch in der Praxis sei eher das Gegenteil der Fall. So gab es Unfälle, bei denen Zeugen zuerst Fotos machten, bevor sie halfen. Um das tatkräftige Zupacken des Brunauers zu würdigen, gab es gestern Blumen, eine Urkunde sowie ein Schreibset. Die gerettete Frau hatte sich auch persönlich bei Mathias Markowski bedankt.

Von Christian Ziems

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