Kleine Finger schaffen in der Jugendkirche etwas Großes

200 000 Steine sorgen für Lego-Kreativität

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Am Himmelfahrtstag waren die Platten noch leer. Doch dies wird sich bis Sonntag ändern. Nach einem Gottesdienst können die Ergebnisse der Lego-Tage bewundert werden.

Salzwedel. 31 Sieben- bis Zwölfjährige arbeiten Anleitungen Punkt für Punkt ab. Ihr Ziel: Eine Miniaturstadt errichten. Und zwar mit Legosteinen. Frank Rütter vom Kinderhilfswerk „Das kunterbunte Kinderzelt“ kam dafür mit einem großen Hänger in die Hansestadt.

Mit Hilfe von über 200 000 Steinen werden 100 Bausätze errichtet. Platz dafür ist in der Jugendkirche. Dort wurde die Grundplatte auf einen großen Tisch gelegt. In kleineren Team entstehen die einzelnen Details, die dann zu einem großen Ganzen zusammengefügt werden.

„Lego zieht immer“, freut sich Friedhelm Wende über die Resonanz auf die Aktion. Der Leiter der Jugendkirche, die von den Gemeinden St. Marien, St. Georg und St. Katharinen getragen wird, kann auch auf ehrenamtliches Engagement bauen. Denn zwölf 13- bis 18-Jährige beteiligen sich als Betreuer. „Alleine würde ich das nicht schaffen“, unterstrich Friedhelm Wende.

Frank Rütter kümmert sich darum, dass die Kinder auch die richtigen Steine bekommen. Dabei kann er auf ein bewährtes System mit verschiedenen Kästen bauen. In diese werden die einzelnen Steine sorgsam einsortiert, damit es kein Chaos gibt.

Während gestern und heute streng nach Anleitung gebaut wird, haben die Teilnehmer am heutigen Sonnabend freie Hand. Dann können sie mit den Steinen, eigene Gebäude, die sich aus ihrer Heimat kennen, nachbauen. Das Ergebnis der Legoaktionstage kann am Sonntag, 8. Mai, angeschaut werden. Zunächst gibt es einen Familiengottesdienst in der Marienkirche, der um 9.30 Uhr beginnt. Von dort geht es zur Legostadt in der Jugendkirche. „Die Teilnehmer sind übrigens nicht alle in der Kirche. Offenheit ist wichtiger“, unterstrich Friedhelm Wende im AZ-Gespräch.

Von Christian Ziems

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