„Unser Dorf hat Zukunft“ – Gladigau zeigt sich bei Ortsbegehung traditionell und modern

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Die 14-köpfige Jury des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde am neuen Wahrzeichen Gladigaus, der hölzernen Replik der Burg, empfangen.

Gladigau. Kurz vor Ende der Ortsbegehung im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ zeigte sich der Gladigauer Pfarrer Norbert Lazay erleichtert. „Wir sind im Zeitplan und können am Backhaus die Jury um den Vorsitzenden, Dr.

Reinhard Kubat, mit frisch gebackenem Brot verabschieden“, sagte der Moderator des dreistündigen Rundgangs. Mit Plummus und Leberwurst auf der Stulle war die Präsentation dann nach neun Stationen vorbei. Das Ergebnis gibt es erst in einem halben Jahr am 27. Januar auf der Grünen Woche in Berlin. Wie Gladigau haben sich 32 weitere Dörfer über Landeswettbewerbe für den Bundesausscheid qualifiziert.

Sowohl Lazay als auch Ortsbürgermeister Matthias Müller sind stolz auf das, was die Gladigauer geleistet haben und auch zuversichtlich einen guten Eindruck bei den 14 Jury-Mitgliedern hinterlassen zu haben. Gladigaus Bewerbung steht unter dem Motto „traditionsbewusst & zukunftsorientiert – eben altmärkisch“.

Der Vorsitzende der Bewertungskommission, Dr. Reinhard Kubat, sieht sich die Zimmerei Rohbeck an.

Zeitig erwachte das Leben gestern in Gladigau. „Es war schön zu sehen, dass jeder dann schon mit seinen Aufgaben beschäftigt war“, sagt Müller. Noch bevor es losging, stieg die Nervosität bei den Repräsentanten der 345 Seelengemeinde, die an den Stationen, Burg, Biese, Kirche, „Dörpsche Krug, Sportplatz und Vereinshaus, Mühlenbäckerei, Zimmerei, Reitverein, Landwirtschaftsbetriebe und Backstube die Vereine oder das dörfliche Leben vorstellen sollten. Darunter unter anderem Pfarrer, Norbert Lazay, Joachim Roloff, Ursula Müller, Mario Bannehr, Hans-Joachim Hennig, Horst Bannehr, Ralf Schulze, Günter Preuß und Dirk Rohbeck.

Trotz der dreistündigen Mammutbesichtigung konnte nicht alles gezeigt werden, was Gladigau ausmacht. Deshalb haben die Organisatoren im Festsaal des „Dörpschen Krugs“ in einem siebenminütigen Video Posaunenchor, Sportverein, die Internetseite des Jugendklubs und vieles mehr vorgestellt.

Die Bewertungskommission versuchte während des Besuchs des Biesedorfes herauszufinden, was Gladigau zukunftsfähig macht. Jeweils drei Mitglieder blickten besonders auf die Bereiche Wirtschaft, Kultur und Soziales, Baugestaltung sowie die Pflege und Einbindung der Grünflächen im Ort. Unterstützung erhielten die Gladigauer bei der Vorstellung auch vom Bürgermeister der Hansestadt Osterburg, Nico Schulz. „Gladigau war eine Bereicherung im Zuge der Vergrößerung der Kommune zu einer Einheitsgemeinde.“

Von Ronny Kauerhof

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