Walter und Ingrid Müller betreiben seit 1994 die Baumschule an der B 189

Zwiebeln für Quedlinburg

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Auf dem fast 17 500 Quadratmeter großen Gelände gedeihen viele kleine Nadelbäumchen.

Osterburg. Walter und Ingrid Müller betreiben seit 1994 die Baumschule an der B 189 und seit 1996 den dazugehörigen Blumenladen. Jetzt will das Ehepaar aus gesundheitlichen Gründen alles verkaufen.

Seit 1982 sind die Müllers selbstständig. Auf einer circa 3000 Quadratmeter großen Fläche haben sie Zierpflanzen gezogen, seltene Wildblumenzwiebeln vermehrt – diese nach Quedlinburg, Erfurt und Potsdam verkauft – und Weihnachtsbäume an den Mann gebracht. Zudem führten sie einen Blumenladen in der Bismarker Straße. Dort arbeitete die gelernte Friseurin Ingrid Müller als Floristin, wofür sie sich ein Jahr lang in Magdeburg umschulen ließ.

1988 wurde Walter Müller für fünf Jahre zu Osterburgs Stadtgärtner ernannt und schaffte sich auf Kredit teure Gerätschaften an. Mit der überraschenden Wende war aber „alles hinfällig“.

Walter und Ingrid Müller suchen einen Nachfolger für ihre Baumschule an der B 189 und den dazugehörigen Blumenladen.

Als dann 1994 das gut 17 500 Quadratmeter große Grundstück an der B 189 zum Verkauf stand, nahmen die Müllers erneut einen Kredit auf und schlugen zu. 1996 wurde auf dem Grundstück ein neuer Blumenladen errichtet. Beim Zurückdenken an diese Zeit sagt Walter Müller: „Gearbeitet haben wir damals sehr sehr viel. Aber Spaß gemacht hat es immer.“ Ihre Kunden seien damals aus Perleberg, Havelberg, Magdeburg gekommen – viele auf der Durchreise gewesen.

Seit 2006 betreibt das Ehepaar die Baumschule nur noch nebenberuflich. Weil es Walter Müller seit dem vergangenen Jahr gesundheitlich schlecht geht, kümmert sich seine Frau um vieles alleine. Deshalb wollen die Müllers nun das gesamte Grundstück samt Blumenladen verkaufen.

Walter Müller sagt, der neue Besitzer müsse „in erster Linie jemand sein, der sich für Gartenbau interessiert.“ Begrüßen würde er es, „wenn ein junges Ehepaar Lust hat“. Der Rentner ist sich sicher: „Wenn man den Betrieb richtig führt, kann man zwei bis drei Leute ernähren.“ Ein Brunnen und diverse Gerätschaften würden zur Verfügung stehen. Theoretisch könne man sogar noch Nachbarflächen dazupachten oder - kaufen.

Von Niels Troelenberg

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