Fast 50 Fohlen rücken bei der Schau des Altmark-Vereins ins Rampenlicht

Züchter trotzen der Krise: „Kann sich sehen lassen“

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Marlen Schaper schiebt das Halfter des Fohlens in die richtige Position. Die Bürste ist bereits zum Einsatz gekommen. Das Shetlandpony wird in wenigen Minuten auf dem Krumker Schaugelände den Preisrichtern vorgestellt und soll sich von seiner allerschönsten Seite zeigen können.

Krumke. Die Pferdezucht steckt in einer Krise, bundesweit und auch in der Altmark. Joachim Schaper weiß das natürlich. Für die Fohlenschau in Krumke zieht der Stendaler aber eine ganz gute Bilanz. „48 Tiere sind angemeldet. Das kann sich zahlenmäßig durchaus sehen lassen.

“ Zum traditionellen Stelldichein eingeladen hatte der Pony-, Kleinpferde- und Haflingerzuchtverein „Altmark“, dessen Vorsitzender er seit einiger Zeit ist. Übernommen hat der Rolandstädter das Zepter von Arnold Ollendorf aus Petersmark, der auch an diesem Sonnabend anpackte, wo er nur konnte. Schaper zur AZ: „Wir sind eine eingeschworene Truppe. “ Und das auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius.

Die jährliche Fohlenschau im Osterburger Ortsteil ist für die Züchter wichtig. Dort wird der Nachwuchs unter der Ägide des Pferdezuchtverbandes eingestuft, die Preisrichter bewerten die Qualität eines Tieres, schauen nicht zuletzt auf Körperbau und Farbe. „Es zeigt sich, wie gut oder wie schlecht ein Hengst vererbt hat“, bringt es Schaper auf den Punkt. Der Kreisstädter züchtet seit vier Jahrzehnten Shetlandponys, diesmal war er mit drei Stuten samt Nachwuchs angereist. Im Rampenlicht standen auch Mérens, Haflinger, Deutsches Reitpony, Welsh und Lewitzer. In der Jury hatte Eckhard Rickel aus dem westaltmärkischen Apenburg den Hut auf.

Schaper hat seine gesamte Familie mit seiner Leidenschaft für Pferde angesteckt. „Shetlandponys sind gerade für Kinder geeignet. Sie sind gutmütig und relativ pflegeleicht“, erklärt Marlen, eine der zwei Töchter, und trägt einem Fohlen eine Flüssigkeit auf, die nicht zuletzt gegen lästige Insekten schützen soll. Und Schwester Christine widmet sich der Mähne des Tieres. Derweil bringen sich die Preisrichter in Stellung. Was sie in den ersten Positionen sehen, scheint ihnen zu gefallen. Vielleicht geht es ja so weiter.

Von Marco Hertzfeld

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