Fördergelder für Umgestaltung müssen am 15. November abgerechnet sein

Kavaliershaus: Zeit fliegt dem Westflügel davon

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Aktuell muss noch ein neues Brandschutzgutachten gemacht werden. 3800 Euro kostet das den Verein.

Krumke. Die Krumker Schlossförderer wollen schon lange den Westflügel des Kavaliershauses umgestalten. Doch immer wieder scheiterte es am lieben Geld und an einem dauerhaften Nutzungskonzept, das auch Mieteinnahmen zur Tilgung der Krediten wieder einspielt.

Klaus Quiatkowski musste die Pläne für den Westflügel des Kavaliershauses in Krumke immer wieder umgestalten.

In diesem Jahr scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Der Antrag auf eine 80-prozentige Leaderförderung hat laut Planer Klaus Quiatkowski große Aussicht auf Erfolg. Er selbst rechne jeden Tag mit dem Zugang des Fördermittelbescheides. Das Gesamtvolumen des Umbaus beträgt 150 000 Euro. Damit ist in den neusten Plänen das Projekt aufgrund statischer Auflagen um 20 000 Euro teurer geworden. Die Finanzierung ist vorbereitet. Zudem liegt ein Mietvertrag ausgearbeitet vor.

Geplant sind drei Pensionszimmer sowie ein separater Frühstücksraum, der zudem bei Veranstaltungen im Café für zusätzliche Gäste genutzt werden kann. Dazu wird es einen neuen Eingang über eine Treppe auf der Rückseite und einen Durchgang vom Café zum Westflügel geben.

Doch schon bevor es den Förderbescheid vom Landesverwaltungsamt gibt, macht Termindruck den Schlossförderern zu schaffen. Bereits jetzt steht fest, dass am 15. November alles abgerechnet sein muss, will man nicht den Anspruch auf das Geld in diesem Jahr verlieren. Das bedeutet, dass im September spätestens jedoch im Oktober die Arbeiten abgeschlossen sein müssen.

Neben dem fehlenden Förderbescheid macht Quiatkowski auch das noch neu eingeforderte Brandschutzgutachten Sorgen. 3800 Euro muss der Verein dafür aufbringen, um die Baugenehmigung zu bekommen. Bei einem Vor-Ort-Termin am heutigen Donnerstag sollen neben diesem Gutachten auch Statikerarbeiten vergeben werden. Wenn der Bescheid über die Fördermittel eingegangen ist, soll es mit Maßnahmen losgehen, für die keine Baugenehmigung gebraucht wird, da diese erst später kommt. So sollen noch im Juni Estricharbeiten vorgenommen werden. Außerdem seien Reparaturen an Fenstern, Fußbodendämmung sowie das Abschleifen der Türen dann schon möglich.

Von Ronny Kauerhof

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