Unternehmer bietet der Stadt eine Anlage an / Zukunft der Familie nach Hauseinsturz weiter ungewiss

Ein Wohncontainer kann neues Heim sein

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Rita Katillus vermisst ihr altes Zuhause.

sme/tz Osterburg. Eine passende und kostengünstige Lösung für eine Obdachlosenunterkunft, die vor allem Familie Katillus helfen soll, scheint gefunden.

Da die Stadt verpflichtet sei, Obdach zu gewähren, sah man sich gezwungen, das marode Obdachlosenheim an der Werbener Straße wieder herzurichten. Die Kosten würden sich auf etwa 28 500 Euro belaufen. Nun ist aber ein Großunternehmer an die Stadt herangetreten und hat ein attraktives Angebot offeriert. Er möchte seine Wohncontaineranlage im Gewerbegebiet am Bültgraben zur Verfügung stellen, hieß es im Bauausschuss am Montagabend. Eine entsprechende Herrichtung und separate Umzäunung würde mit ungefähr 16 000 Euro zu Buche schlagen.

Eine mögliche Lösung zur Unterbringung von Rita Katillus, ihrem schwerbehinderten Mann und ihrem Sohn scheint somit gefunden. Inwieweit das Osterburger Original diesen Vorschlag annehmen will, muss sich zeigen. Die Biesestädterin soll sich nämlich mittlerweile in ihrer Unterkunft an der August-Bebel-Straße recht wohlfühlen. Das Haus der Familie in der Innenstadt war vor einigen Wochen eingestürzt.

Kommentar

Von Marco Hertzfeld  

Das Rathaus bemüht sich, auch wenn sich die Wohnungssuche für Familie Katillus zur unendlichen Geschichte auszuwachsen droht. Ein Unternehmer zeigt eine Alternative zur Neubelebung des Obdachlosenheimes auf, wenngleich ein Container im Gewerbegebiet schon irgendwie nach Abschiebung klingt. Die Bürger sorgen sich um ihre Rita, wie Osterburgs Original oft nur kurz genannt wird, wenngleich die Unzufriedenheit der umtriebigen Dame so manchem inzwischen ein wenig auf den Keks gehen dürfte. Unterm Strich bleibt: Eine Stadt will helfen.

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