Große Osterburger Delegation beim Hansetag im norwegischen Bergen stolz auf gutes Netzwerk

„Wir sehen uns in Kampen“

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Die kleine Besetzung der Osterburger Blasmusikanten spielt mit Marie Becker (l.), der Waldfee aus Brilon.

Osterburg. Der Fokus der Osterburger Abordnung des Altmärkischen Hansebundes richtet sich nach dem Besuch des Hansetages 2016 im norwegischen Bergen bereits wieder auf das nächste Zusammentreffen. Beim 37. Hansetag 2017 ist das holländische Kampen Austragungsort.

Dabei liefen die Planungen und die Anfragen bezüglich der Buchung von Übernachtungen bereits seit einiger Zeit, betont der stellvertretende Bürgermeister Osterburgs, Detlef Kränzel. „Besucher in Kampen können in Segelschiffen untergebracht werden“, so Kränzel. Angebote dafür lägen bereits vor.

Detlef Kränzel (v.l.), Anette Bütow, Detlef Preetz und Roland Krüger vor der großen Hansetagsbühne.

Nach Norwegen reiste zwischen dem 8. und 13. Juni eine etwa 30 Personen starke Delegation des Altmärkischen Hansebundes. Etwa die Hälfte davon kamen aus der Einheitsgemeinde. Neben Detlef Kränzel und Roland Krüger als Vertreter der Stadt, Detlef Preetz samt Seildrehmaschine sowie Anette Bütow als Betreuerin des Standes des Altmärkischen Hansebundes waren auch etwa zehn Musiker und Fans der Osterburger Blasmusikanten mit von der Partie. Gerade das kulturelle Engagement der Musiker verbindet immer wieder die Menschen unterschiedlichster Nationen aber auch mit Menschen aus den nicht so bekannten Ecken Deutschlands. So musizierten der Norweger Lennart Knudsen aus Bergen und Marie Becker, die Waldfee aus dem deutschen Brilon, mit den biesestädtischen Blechbläsern.

Auf einen weiteren Besuch am altmärkischen Stand waren die Osterburger auch nicht vorbereitet. Altbürgermeister Siegfried Dießner freute sich während seines Urlaubs in Norwegen, bekannte Gesichter begrüßen zu dürfen. Auf die Frage, was ein solch umfangreiches Engagement der Hansestadt Osterburg bringt, erklärte Kränzel, dass seit 2003 der Bekanntheitsgrad der altmärkischen Region kontinuierlich gewachsen sei. Erstmalig waren Osterburg 1995 in Soest mit dabei. In den Folgejahren sei den Verantwortlichen bewusst geworden, dass die Region nur in ihrer Gesamtheit punkten könne. „Eine einzelne Stadt holt keine Touristen ran. Zugpferde wie Tangermünde können aber das Gesamtpaket schmackhaft machen“, so Bütow.

Kontakte zu einzelnen Hansestädten gebe es seit dem auf Musikerebene aber auch über die offiziellen Kanäle wie die Projektarbeit innerhalb der Hanse. Das würde Tourismus und Marketing voranbringen, so Kränzel. Das Wichtigste sei aber Netzwerkarbeit. Besonders freuen sich deshalb die Mitglieder des Altmärkischen Hansebundes über Fragen wie: „Seid ihr das nächste Mal auch mit dabei?“ Wie wolle man so etwas gegenrechnen.

Faktisch gebe es aber auch einige Vorteile, welche durchaus an den Fördertöpfen der Europäischen Union enden. Vor allem Projekte, die nur mit mehreren Ländern gemeinsam angegangen werden können, wären so viel leichter umsetzbar.

Aber nicht nur deshalb begrüßt Kränzel das kommunale und auch das private Engagement und stellte abschließend klar: „Wir sehen uns in Kampen.“ Zwischen dem 15. und 18. Juni 2017 wird die gleiche oder zumindest eine ähnliche Besetzung erneut den Bekanntheitsgrad der Altmark als Region, aber auch der Einheitsgemeinde Osterburg steigern. In Deutschland wird der nächste Hansetag 2018 in Rostock sein.

Von Ronny Kauerhof

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