Gladigau will Medaille aus Dorfwettbewerb versilbern / Delegation fährt im Januar zur Ehrung der Bundesgewinner in Berlin

Wir-Gefühl eines 330-Seelen-Ortes zahlt sich aus

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Die Siegerfaust: Ortschef Matthias Müller (l.) und Pfarrer Norbert Lazay freuen sich über die Goldmedaille. Die Burg im Hintergrund ist im Zuge des Bundeswettbewerbs entstanden.

Gladigau. Der 330-Seelen-Ort Gladigau will seine Siegermedaille aus dem Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ versilbern.

Bürgermeister Matthias Müller und Pfarrer Norbert Lazay, zwei der Initiatoren, hoffen, dass der Titel bei der Finanzierung eines erhofften Mehrgenerationenhauses hilft und Fördertöpfe für so manch anderes Vorhaben öffnet. Die Ehrung der deutschlandweit insgesamt zehn Sieger findet am 27. Januar innerhalb der „Grünen Woche“ in Berlin statt. Der Posaunenchor der Altmärker hat eine extra Einladung an die Spree erhalten.

Kreissieger 2014, Landessieger 2015 und seit Anfang Juli Bundeschampion – Ortschef Müller ist ob dieser Karriere immer noch ganz siegestrunken: „Wir haben im Finale mit Dörfern konkurriert, die zum Teil 3000 Einwohner aufweisen.“ Viel Kraft, Zeit und einiges an Sponsorengeld seien in die Bewerbungen geflossen. Hölzerne Miniaturburg, die nicht zuletzt dank der Ex-Gladigauer Familie Brun aus Potsdam entstand, ein neu gestalteter Teich, ein Wegweiser, eine Internetseite des Jugendklubs und ein Flyer für Imagezwecke in einer Auflage von 1000 Stück und mehr seien auch als über den Wettbewerb hinaus sichtbare Früchte genannt.

Wie Müller betont auch Lazay den großen Zusammenhalt im Dorf. 221 Menschen sind in neun Vereinen organisiert, ein Mittel zum Erfolg. Und irgendwie dürfe sich auch die gesamte Altmark als Sieger fühlen. „Unser Erfolg stärkt die Identität, das Wir-Gefühl in der Region“, so der Pfarrer gegenüber der AZ. Zeit zum Ausruhen bleibe nicht, 15 Jahre plattdeutsches Dorftheater stehen ins Haus.

Von Marco Hertzfeld

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