Stadtfest-Plakat soll nach geplatzter Erweiterung von Norma doch aufgestellt werden

Werbe-Anhänger fast Opfer gescheiterter Pläne

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Anfang der Woche soll der Trailer mit der Werbung fürs Stadtfest nun doch aufgebaut werden.

Osterburg. „Norma an der B 189 würde jederzeit mit der Erweiterung ihrer Filiale beginnen“, sagt Thorsten Schulz vom Wirtschaftsinteressenring (WIR) Osterburg. Allerdings stünde ein Landesgesetz dem Vorhaben entgegen.

Seit mehreren Monaten sei die Erweiterung nach dem Kenntnisstand von Schulz in Planung. Allerdings ist gegenüber der AZ geäußert worden, dass noch kein Bauantrag gestellt worden sei, weder beim Landkreis noch bei der Hansestadt. Der Eigentümer des Objektes wolle jedoch dem Mieter Norma den Wunsch nach mehr Lagerfläche erfüllen. Bauliche Veränderung sowie ein Anbau wären dazu nötig.

Laut Schulz soll die Stadtverwaltung dem Ansinnen nicht besonders positiv gegenüberstehen, vor allem weil Investitionen in der Peripherie des Ortes mit dem Landkreis abgestimmt werden müssten. Die Folgen habe der Mitorganisator des Stadtfestes jetzt erfahren, als er beim Discounter wegen der Ausstellung des Trailers mit dem Werbebanner zum Stadt- und Spargelfest vorsprach. Dort sei man wenig erfreut gewesen, als die Themen Aldi-Neubau und Edeka-Erweiterung an der Bismarker Straße (die AZ berichtete) aufkamen. Die Investoren scheinen sich da berechtigte Hoffnungen auf die Umsetzung ihrer Vorhaben machen zu können. Das sei für Norma auch eine Frage der Gleichbehandlung, da der Standort gefühlt in gleicher Lage liege, so Schulz über Argumente, die Vertreter des Discounters seiner Bitte entgegenbrachten. Deshalb habe er mit Engelszungen vorsprechen müssen und letztlich auch Erfolg gehabt.

Aus dem Dunstkreis des Eigentümers war dazu zu erfahren, dass im vergangenen Jahr der Werbe-Trailer noch lange nach der vereinbarten Zeit auf dessen Grundstück abgestellt war und nach der Entfernung eine vermehrte Verschmutzung der Hauptgrund für die vorläufige Ablehnung des Ansinnens der Stadtfestorganisatoren darstelle. Auch habe Bürgermeister Nico Schulz mehrfach betont, dass er dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüberstehe.

Dass Thorsten Schulz dem Ansinnen weder bei Aldi und Edeka noch bei Norma etwas abgewinnen kann, ist als Befürworter eines starken innerstädtischen Einzelhandels klar. „Wenn die Sortimenterweiterung der Discounter fortschreitet, wird das das Aus für viele Geschäfte bedeuten, da die Kunden schon auf halben Weg in die Stadt abgefangen werden“, so Schulz. Man hätte jahrelang für die Innenstadt gekämpft und viel Geld investiert, da müsse man aufpassen, dass man „die Kirche nicht aus dem Dorf transportiert“, so Schulz.

Von Ronny Kauerhof

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