17-Jähriger macht in Osterburg Schulodyssee vergessen und hat schon fast Zellstoffwerk-Lehre sicher

Wendländer Alex kriegt in der Altmark die Kurve

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Alexander Pirch (17) schaut in die Sonne. Die Zehntklässler haben nur noch die mündlichen Prüfungen vor der Brust.

Osterburg. „Ich habe es geschafft“, sagt Alexander Pirch und ballt die Fäuste. Die Schulkarriere des fast 18-Jährigen verlief alles andere als reibungslos.

Dass er Mitte Juni aller Voraussicht nach sein Realschulabschluss in den Händen halten wird, scheint dem jungen Mann wie ein kleines Wunder. „Ich habe allerdings auch hart dafür gearbeitet und mich zusammengerissen“, berichtet der Sekundarschüler der AZ und grinst. Bei seinem Werdegang möchte er nicht ins Detail gehen. Nur so viel: Alexander stammt eigentlich aus dem Wendland, hat mehrere Schulwechsel hinter sich, lebt zurzeit in einem betreuten Projekt in Seehausen und sieht nach elf Jahren Schule positiv in die Zukunft. Mit dem Hauptschulabschluss hat sich der Jugendliche 2015 nicht zufriedengegeben. Und nun habe er sogar einen Ausbildungsvertrag mit dem Zellstoffwerk bei Arneburg so gut wie in der Tasche. Alex will Chemikant werden.

Beim Abschlussfest der 39 Abgänger hat der Neu-Altmärker allen anderen die Tür aufgehalten. In der Turnhalle der Sekundarschule „Karl Marx“ trafen sich Absolventen, jüngere Schüler, Lehrer, Eltern und weitere Angehörige. Ein buntes Programm sorgte noch einmal für zusätzliche Stimmung.

Von Marco Hertzfeld

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