Stadt setzt auf den Landkreis und erneuert bis 2019 vier wichtige Straßen

Weiteren Asphaltkratern geht es an den Kragen

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Die Ernst-Thälmann-Straße in der Kernstadt gehört zu den größten Holperpisten der Einheitsgemeinde. Die Strecke steht auf der Sanierungsliste weit oben, 2016 soll es losgehen.

Osterburg. Osterburg ist für Autofahrer ein holpriges Pflaster, mitunter tun sich regelrechte Asphaltkrater auf. Nach einiger Zeit des Stillstands sollen in den nächsten Jahren nun aber wichtige kommunale Straßen saniert werden.

Dabei sucht die Einheitsgemeinde den Schulterschluss mit dem Landkreis Stendal. Die Baufahrzeuge rücken in diesem Sommer zur Melkerstraße an, die Arbeiten sollen 2016 fortgesetzt werden. Die an Rissen und Schlaglöchern reiche Ernst-Thälmann-Straße steht für 2016/17 auf der Liste, die Bahnhofstraße für 2017/18 und ein Teil der Krumker Straße für 2019. Der Bedarf sei sicherlich noch deutlich größer, doch mehr sei über diesen Finanzierungsweg momentan einfach nicht drin, erklärt Thomas Müller, Mitarbeiter des Landkreises, auf Anfrage der AZ.

Der Landkreis erhält nach dem Gesetz zur Finanzierung von Investitionen des kommunalen Straßenbaus, ehemals Entflechtungsgesetz, für 2015 und 2016 jeweils gut 2,7 Millionen Euro und für die drei Jahre danach noch einmal je etwa 2,1 Millionen Euro. Die eine Hälfte des Geldes wird für Vorhaben des Landkreises in seiner Zuständigkeit verwendet, die andere für die der Gemeinden.

Die Einheitsgemeinde Osterburg hat auch noch die Stendaler Chaussee in der Kernstadt, die Straße Am Bahnhof und die Neue Straße in Flessau sowie die Dorfstraße in Meseberg in Richtung Wenddorf für die Zukunft angemeldet. So steht es zumindest in der Liste.

„Die Krumker Straße konnte nur zu einem Teil im Mehrjahresprogramm berücksichtigt werden, weil in der Jahresscheibe 2019 nicht mehr Geld zur Verfügung stand“, so Kreismitarbeiter Müller. Die Stendaler Chaussee muss noch einmal ganz warten, eine größere Sanierung ist erst nach 2019 möglich. Das besagte Gesetz bezieht sich auf die Zeit bis einschließlich 2019. „Man wird sehen, in welcher Form es fortgesetzt wird.“ Fragezeichen gibt es auch noch hinsichtlich der möglichen Bauvorhaben in Flessau und Meseberg.

Von Marco Hertzfeld

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