Wegemanager wünscht sich ein größeres Miteinander – und Anzeigen

Vandalismus und Nörgelei: Bartels hat die Faxen dicke

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Auch der Herbst kennt sonnige Tage, die Bänke an den Werderwiesen werden nicht verwaist bleiben. Einige Plätze sind allerdings ramponiert. Und eine Lampe hängt auf halb acht.

Osterburg. „Jetzt haben sie uns eine Lampe am Biesecafé kaputt gefahren. Die Scherben liegen noch da. Doch niemand will etwas gesehen haben. “ Siegfried Bartels versteht die Welt nicht mehr.

„Regelmäßig werden Bänke beschädigt, der Müll aus den Behältern geholt und wild zerstreut oder gleich daneben geworfen. “ Gerade die Nordpromenade und weiterführende Wege zwischen Werderwiesen und Biese, beliebte Strecken für Spaziergänger und Radfahrer, seien betroffen, weiß der Mitarbeiter des Osterburger Bauamtes. „Die Bürger sind gefordert. Wer Vandalismus und Verdreckung beobachtet, sollte das melden und dazu stehen sowie bei einer Anzeige helfen. Das hat nichts mit Denunzieren zu tun“, glaubt der Hansestädter.

Der Bereich an den Werderwiesen beschäftige ihn seit Tagen. „Es soll dort angeblich zu wenig Sitzgelegenheiten geben“, sagt Bartels spöttisch. „Auf der Nordpromenade nahe der Sparkasse steht eine Bank, Ecke Jüdenstraße eine weitere, dahinter kommen zwei andere, das Biesebad lädt zum Hinsetzen ein ...“ Auch ohne die Plätze im Freibad, wo die Saison beendet ist, kommt Bartels, der unter anderem für Wege, Spielplätze und das Grünflächenmanagement in der Einheitsgemeinde zuständig ist, auf sieben Sitzgelegenheiten und mehr. Jene nahe der Schwiegermutterbrücke machen ihrem Namen derzeit keine Ehre, gibt er unumwunden zu. „Doch alles andere kann sich doch wirklich sehen lassen. Wir erneuern die Bänke regelmäßig.“

Der Bauamtsmitarbeiter wünscht sich im Gespräch mit der AZ ein stärkeres Miteinander von Bürgern und Verwaltung. „In einer Stadt wie Osterburg muss das doch möglich sein. Wer Fragen hat, kann sich an uns wenden. Die Kontaktdaten stehen im Internet.“ Dass sich damit der Unzufriedenheit einiger Bürger begegnen, aber auch die Zerstörungswut Einzelner zumindest eingrenzen ließe, davon ist Bartels fest überzeugt. „Schmierereien, Dreckecken, zerstörte Bänke und anderes müssen nicht sein. Osterburg ist eine schöne Stadt, wir sollten mehr gemeinsam auf sie achtgeben.“ Mit Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose habe er erst kürzlich über das Thema gesprochen. Der CDU-Mann wolle sich näher damit befassen,

Von Marco Hertzfeld

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