Landesliteraturtage werden fester Bestandteil der Hansestadt Osterburg

Aus der Not zur Tugend

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43 Mädchen und zwei Jungen waren 2015 bei der Landesschreibwerkstatt des Friedrich-Bödecker-Kreises dabei.

Osterburg. Lara Prause, Manja Moritz und Jule Kalkofen haben ein paar Gemeinsamkeiten. Sie besuchen die neunte Klasse, gehen zur Sekundarschule „Karl Marx“ in Osterburg und schreiben gern.

Die letztgenannte Leidenschaft verbindet sie wiederum mit anderen Jugendlichen aus ganz Sachsen-Anhalt, die sich in diesen Herbstferien für die Landesschreibwerkstatt begeisterten. „Knapp 5000 Einsendungen von rund 4000 Einsendern haben wir bekommen. “ Zu diesem „wir“ gehören die Autoren Diana Kokot, Jürgen Jankofsky sowie Sascha Kokot, welche die einzelnen Seminare leiteten.

45 Nachwuchsschreiber waren es, die sich in diesem Herbst zum ersten Mal in Osterburg literarisch-kreativ mit Wortkreationen beschäftigten. Not machte in diesem Jahr erfinderisch und führte die lehrenden und lernenden Schreiber in die Altmark. Denn eigentlich wurde das Treffen in der Vergangenheit in Güntersberge organisiert. Doch das „Kiez“ existiert als Herberge nicht mehr. So wurde die Landessportschule zur Schreibwerkstatt, eine spontane Entscheidung, die Mitorganisatorin Diana Kokot nicht bereut. Im Gegenteil: Warum soll man denn auch in die Ferne schweifen?, fragt sich die Osterburgerin im Nachhinein.

Dank der guten Verbindung zu Bibliotheken in Stendal, Bismark und Salzwedel, zu Schulen und aktiven Schreibern aus der Region waren einige Jungaltmärker zu diesem Treffen gekommen. Sie mussten durch den kurzfristigen Umzug allerdings ein gerafftes Programm in diesem Jahr verkraften. Denn die Landesschreibwerkstatt dauerte nicht sechs, sondern nur drei und einen halben Tag.

„Trotzdem haben wir genug Ruhe zum Schreiben und zur Bearbeitung der Texte gefunden“, resümiert Kokot. Die Bedingungen seien an der Landessportschule ideal. Zum Thema „Bilder in meinem Herzen“ konnten die Teilnehmer unter anderem schreiben und verarbeiteten dabei Motive wie „Flucht“, das eigene „Ich“ und Bilder der „Fotografie“.

Von Alexander Postolache

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