Landesschreibwerkstatt für Schüler an der Landessportschule / Abschluss-Lesung am Sonntag

40 talentierte Wortakrobaten

+
Im Anschluss wurden die jungen Schriftsteller in drei Gruppen aufgeteilt – nachdem sie aufgerufen wurden, mussten sie sich hinstellen – und je einem Autoren zugeordnet.

Osterburg. Früh übt sich, wer später einmal ein guter Schriftsteller werden möchte.

Und weil das so ist, veranstaltet der Friedrich-Bödecker-Kreis (FBK) in Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr wieder die Landesschreibwerkstatt für Schüler an der Landessportschule Osterburg.

Im vergangenen Schuljahr hatten Kinder und Jugendliche circa 4150 Texte zum FBK-Schreibwettbewerb „Unzensiert und unfrisiert“ eingesandt. Eine Jury wählte 40 Schüler im Alter von zwölf bis 18 Jahren aus ganz Sachsen-Anhalt zur viertägigen Teilnahme an der Landesschreibwerkstatt aus.

Los ging es bereits am Donnerstagnachmittag. Nachdem die Teilnehmer angereist waren und ihre Zimmer bezogen hatten, stand um 17 Uhr das Einführungsseminar mit Jürgen Jankofsky, Geschäftsführer des FBK an. Jankofsky stellte zu Beginn sich, die Autoren Diana und Sascha Kokot sowie die Lektorin Uta Braeter vor und erklärte danach den Ablauf der drei folgenden Tage. Abschließend wurde die Gruppeneinteilung vorgenommen, und die drei Autoren hielten mit ihren Schützlingen ein erstes Seminar ab.

Für Freitag und Samstag war, beziehungsweise ist, vorgesehen, dass die erfahrenen Schriftsteller den jungen Autoren in Diskussionsrunden und Lesungen Anregungen zum Schreiben geben, mit ihnen Schreibübungen machen und bestimmte Techniken vermitteln. Des Weiteren stehen interessante thematische Workshops, eine Diskussionsrunde mit dem Thema „Mein Lieblingsbuch“ auf dem Programmplan.

Als besonderer Gast wird die Journalistin, Schriftstellerin und ARD-Pressepreisträgerin Vera Wolfskämpf zu Gast sein, die vor ungefähr 15 Jahren selbst einmal an der Schreibwerkstatt teilgenommen hatte.

Die Abschluss-Lesung mit den fertigen Texten der Schüler findet dann am morgigen Sonntag ab 10.30 Uhr statt. Dazu sind alle Interessenten eingeladen.

1954 haben Autoren, Pädagogen, Bibliothekare, Buchhändler und Verleger den Verein FBK Hannover gegründet. Benannt wurde der Verein nach dem niedersächsischen Pädagogen Friedrich Bödecker, der bereits in den Zwanzigerjahren Kinder- und Jugendbuchautoren in die Schule eingeladen hatte, um neue Formen der Literaturvermittlung zu erproben. Der FBK hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche am literarischen Leben teilhaben zu lassen.

Von Niels Troelenberg

Kommentare