Ärgernis für Tourismus: Starker Pflanzenwuchs in der Biese

„Das sieht so schlimm aus“

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Jene, die die Biese auch in den Tourismus einbinden wollen, möchten die Verantwortlichen vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft in die Pflicht nehmen.

Osterburg. Es grünt so grün unter der Wasseroberfläche der Biese. Der Fluss, der Osterburg von West nach Nord-Ost durchquert, hat ein starkes Verkrautungsproblem.

„Da ist immer noch nichts passiert“, regte sich Thorsten Schulz (SPD) während der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses auf. Er wies darauf hin, einmal näher zu beleuchten, wo die Verkrautung herkomme. Ursachenforschung müsse betrieben werden und die Frage beantwortet werden, warum das so schnell geht.

Bauamtsleiter Matthias Köberle konnte bereits ansatzweise beruhigen. Es gebe bereits Gespräche mit dem Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), welcher sogar in der Biesestadt ansässig ist. Ein Termin soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Derweil zeigt sich auch Annett Lenzner, ihres Zeichens Betreiberin des beliebten Biesebades, leicht verärgert über die Situation im Fluss. Für den Bereich des Bades ist die Pächterin mit tatkräftiger Unterstützung ihres Mannes selbst für die „freie Bahn“ im erfrischenden Fließgewässer verantwortlich.

Die Verkrautung bringt trotzdem Einbußen mit sich. „Osterburg möchte sich als Stadt für Touristen hervorheben.“ Doch seien Touren mit dem Kanu oder mit dem Tretboot aktuell kaum möglich. „Jedes Jahr kommt ein Wasserfahrzeug, um dem Pflanzenwuchs Herr zu werden“, sagte Renate Krüger, Mutter der Betreiberin, gestern im AZ-Gespräch. In diesem Jahr hat sie das Spezialfahrzeug noch nicht gesehen. „Das sieht so schlimm aus“, sagt sie. Ihre Tochter ergänzt: „Es wurde der Ausbau der Biese für Bootsfahrten angeregt. Nun stellt sich eher die Frage, ob das ein Dauerzustand bleibt.“ Es müsse kontinuierlich gearbeitet werden, mindestens zweimal im Jahr. Die Badesaison neigt sich dem Ende zu. Was den Einsatz gegen das Kraut angeht, hofft Lenzner auf das nächste Jahr. Und freut sich erstmal auf das kommende Wochenende. Denn dann spielen „No Limit“ am Sonnabend, 3. September, ab 20 Uhr im Biesebad. In diesem Fall stört das Grün nicht.

Von Alexander Postolache und Stephan Metzker

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