Osterburgs Bürgermeister und CDU-Vize sieht nach Güssau-Rücktritt Kreisvorsitzenden Kühnel und Partei nicht in Gefahr

Schulz geht auf Abstand: „Stendal ist weit weg“

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„Stendal ist weit weg von uns“, sagt Nico Schulz.

Osterburg. An einen Dominoeffekt durch die Stendaler Wahlaffäre glaubt Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz nicht.

Nach dem Aus für Hardy Peter Güssau als Landtagspräsident müsse weder Kreisvorsitzender Wolfgang Kühnel um sein Amt fürchten noch habe es irgendwelche Konsequenzen für die Christdemokraten in anderen Kommunen des Landkreises. „Stendal ist weit weg von uns.“ Die Partei stehe fest zu Güssau und Kühnel, zumal die juristische Aufarbeitung des Wahlskandals noch längst nicht abgeschlossen sei. Schulz ist Vizechef der Kreis-CDU und sitzt im Landesvorstand. Nachdem der Osterburger 2011 sein Landtagsmandat gegen das Stadtzepter eingetauscht hatte, fühlte sich Parteifreund Güssau auch für dessen Wahlbereich zuständig.

Der Biesestädter will es auch 2018 wissen und hat bereits seine erneute Kandidatur angekündigt. „Die CDU ist und bleibt die stärkste Kraft in der Region“, glaubt Schulz, der am Montag seinen 43. Geburtstag feiert. Die Entwicklung um Landtagsmitglied Güssau aus Stendal hat der Bürgermeister im Blick. „Dass er sein Amt zur Verfügung stellen musste, bedauere ich. Wir als Kreisvorstand haben hinter ihm gestanden.“ Mehr wolle und könne er dazu nicht sagen, weil er mit den Stendaler Verhältnissen nicht genau vertraut sei. Kühnel kenne er als fleißigen Kreisvorsitzenden, der seit gut 25 Jahren für die CDU „kämpft, streitet und Wahlen gewinnt“.

Von Marco Hertzfeld

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