Osterburgs Ordnungsamtschef lässt defekte Geräte für 9000 Euro austauschen

Schonzeit für Parker vorbei: Neue Automaten im April

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Dieser Parkscheinautomat an der Osterburger Poststraße ist seit mehr als einem Jahr defekt. Ersatz ist bestellt und soll im April montiert werden. Die Schonzeit für Parker ist damit vorbei.

Osterburg. Die Uhr läuft nun endgültig ab. Der seit mehr als einem Jahr defekte Parkautomat an der Poststraße in Osterburg soll im April ersetzt werden. Die schöne Zeit für Sparfüchse am Lenkrad hat damit ein Ende. Dann muss wieder für das Parken bezahlt werden.

Die Stellflächen gegenüber der Sparkasse sind längst kein Geheimtipp mehr. Wer in der Innenstadt unterwegs sein will und es für seine Laufwege irgendwie einrichten kann, der parkt sein Fahrzeug genau dort. Die Ordnungshüter verlangen nur, die Parkscheibe einzulegen und die Höchstparkdauer zu beachten, fertig.

Eigentlich sollte der Automat längst ersetzt sein. Doch die lange Lieferzeit für solche Geräte hätte der Stadt einen Strich durch die Rechnung gemacht, sagt Matthias Frank der AZ. Zwar scheinen die Gebühren vergleichsweise moderat (für eine halbe Stunde 25 Cent, für die Höchstparkdauer von drei Stunden 1,50 Euro), doch ist der Stadt einiges an Geld durch die Lappen gegangen. Der Ordnungsamtsleiter kommt allein für die vergangenen Monate auf 1500 Euro und mehr. Das könne eine Kleinstadt wie Osterburg schon schmerzen.

Der Automat an der biesestädtischen Poststraße stammt aus den 1990er-Jahren. Schon vor dem Totalausfall hatte das Gerät immer wieder einmal gestreikt. Es noch einmal reparieren zu lassen, mache keinen Sinn, rechne sich nicht, meint Frank.

Da so ein Automat mit fast 4500 Euro, inklusive Aufbau, seinen Preis habe, musste die Neuanschaffung sowieso einige Zeit warten. Nun ist es so weit, das Geld kommt aus dem Stadtetat des vergangenen Jahres. Ersetzt wird auch der Automat auf dem Parkplatz an der Lindenstraße, der laut Hersteller zu den ältesten Geräten dieser Art in ganz Sachsen-Anhalt gehöre. Seit 1991 soll der Automat dort bereits stehen. Doch auch seine Platinen sind nun einmal nicht für die Ewigkeit gemacht, der Zahn der Zeit nagt. Wind und Wetter haben ihre Spuren hinterlassen.

In der Einheitsgemeinde Osterburg ist allein die Kernstadt mit Parkscheinautomaten bestückt. Insgesamt nehme die Kommune alljährlich Parkgebühren in Höhe von bis zu 40 000 Euro ein. Zu den zwei genannten Geräten kommen noch vier weitere, alle befinden sie sich mehr oder weniger im Zentrum. Zwei Automaten stehen an der Breiten Straße und jeweils einer an der Wasserstraße und am Großen Markt. Letztgenannter ist seit einigen Wochen defekt. Frank: „Er ist noch relativ neu und wird deshalb nicht ausgetauscht. Wir ermitteln derzeit noch die Reparaturkosten.“

Von Marco Hertzfeld

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