Drei Tiere kurz nacheinander verloren / Mesebergerin glaubt an „Katzenhasser“

Samtpfoten verschwinden auf merkwürdigen Pfaden

Astrid Garlipp zeigt Anuschkas Korb. Seit einigen Tagen ist die junge Katze (r.) spurlos verschwunden. Die Mesebergerin befürchtet, dass ihr auch diese Samtpfote auf ganz üble Art und Weise genommen wurde. Sie überlegt, die Polizei einzuschalten.
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Astrid Garlipp zeigt Anuschkas Korb. Seit einigen Tagen ist die junge Katze (r.) spurlos verschwunden. Die Mesebergerin befürchtet, dass ihr auch diese Samtpfote auf ganz üble Art und Weise genommen wurde. Sie überlegt, die Polizei einzuschalten.

Meseberg. „Meine Anuschka ist weg, sie ist wie vom Erdboden verschluckt. “ Astrid Garlipp weint bitterlich. Ihre Katze, noch eine halbe Portion, ist seit zwei Wochen nicht mehr nach Hause gekommen.

Da es in diesem Jahr nicht der erste Verlust ist und bereits zwei weitere Stubentiger betroffen sind, befürchtet die gebürtige Westaltmärkerin, dass ein „Katzenhasser“ in Meseberg und Umgebung sein Unwesen treibt, die Tiere irgendwo einsperrt oder sogar tötet. „Anders kann ich mir diese Kette an schlimmen Ereignissen einfach nicht erklären“, sagt die 59-Jährige der AZ.

Die Mesebergerin ist eine begeisterte Katzenhalterin. Als Kind auf einem großen Bauernhof aufgewaschen, weiß sie um die Vorzüge dieser Samtpfoten. „Sie spüren, wenn es einem nicht so gut geht, sind in der Regel anhänglich und schmusen. Natürlich kümmern sie sich auch um so manche Maus und andere Schädlinge.“ Typische Freigänger waren ihre drei Katzen allerdings nicht, und Streuner schon gar nicht. „Felix“, den die Familie erst kurz zuvor von Bekannten bekommen hatte, ist im Frühjahr tot aufgefunden worden. „Bruno“, ebenfalls ein Kater und vielleicht gerade einmal ein Jahr alt, stammte aus der Katzenauffangstation in Osterburg und verschwand nach etwa zwei Monaten spurlos. Dasselbe ist mit Anuschka passiert. Garlipp hat sie am 26. November, einem Dienstag, das letzte Mal lebend gesehen.

Die Familie lebt seit mehr als zehn Jahren im Dorf. Nach einer längeren Zeit ohne Katzen sollte sich das nun wieder ändern. Nach Felix’ Tod zog Bruno ein, nach dessen Verschwinden stolzierte Anuschka durch die Räume. „Ob wir uns nun noch einmal eine Katze holen, weiß ich nicht. Die drei Tiere tun mir so leid. Ich habe einfach große Angst, dass sich das Ganze immer wiederholt“, sagt Garlipp mit trauriger Stimme. Weil ihr Ehemann als Montagearbeiter unter der Woche oftmals nicht daheim ist, sei ihr eine Katze so wichtig. Ob sie wegen ihres Verdachtes die Polizei einschaltet, darüber hat Garlipp noch nicht abschließend entschieden.

Von einem Katzenhasser weiß die Polizei nichts. Ob in der jüngsten Vergangenheit auffallend viele Tiere in Meseberg und Umgebung verschwunden sind, dafür gebe es momentan keinerlei Anhaltspunkte. „Uns liegt diesbezüglich nichts vor“, sagt Polizei-Sprecher Fred Mücke der AZ.

Von Marco Hertzfeld

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