Stadt-Partner setzt neue Bänke und will sich stärker um die Wege kümmern

Robustere Ausruhpunkte auf grüner Flaniermeile

+
Klaus-Peter Gose (v.l.) bedankt sich im Namen des Osterburger Ortschaftsrates bei der ULS und Norman Zuchold. Beim kleinen Dankeschön-Treffen an den Seggewiesen sind auch Wolfgang Tramp, Walter List, der die Bänke dort maßgeblich mit aufgestellt hat, und Nico Schulz dabei.

Osterburg. Mitarbeiter der Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark (ULS) haben auf dem Wall entlang der Seggewiesen drei robuste Bänke aus ihrer Werkstatt aufgestellt und fest im Boden verankert.

Damit gibt es auf der Strecke unter hohen Bäumen nahe dem Bahnhof wieder attraktive Sitzgelegenheiten. „Der Wall ist für viele Osterburger die Flaniermeile im Grünen. Die Strecke ist nicht nur bei Spaziergängern beliebt, sondern auch bei Laufsportlern und Radfahrern. Leider hat es dort immer wieder einmal Vandalismus gegeben“, erklärt Vize-Ortsbürgermeister Wolfgang Tramp (Linke) im Gespräch mit der AZ. Dass die ULS den etwa drei Kilometer langen Weg gründlich aufgeräumt hat, sei ebenfalls sehr lobenswert. Das Jobcenter und der sogenannte zweite Arbeitsmarkt haben es finanziell möglich gemacht.

In der nächsten Woche sollen die Arbeiten am Alten Krumker Weg beginnen. Dort geht es um vier reparaturbedürftige Bänke. Die ULS will sich in enger Absprache mit der Kommune in der nächsten Zeit zudem verstärkt um Wander- und Radwege kümmern. Dort haben die Mitarbeiter der ULS, einer GmbH, nicht zuletzt Schlaglöcher und Wildwuchs im Blick. Auch Spielplätze in der Einheitsgemeinde stehen mitunter auf der Agenda. Die ULS hat ihren Hauptsitz im westaltmärkischen Beetzendorf, ein Großteil der Mitarbeiter wird aber schon seit geraumer Zeit im Altkreis Osterburg eingesetzt. Norman Zuchold ist aktuell für 80 Leute zuständig.

Bereits abgeschlossen sind auch die Arbeiten am Landwehrwall nahe der Landessportschule. Dort können die Menschen nun wieder auf insgesamt gut einem Dutzend Bänke eine Pause einlegen und die Natur genießen. „Der Unterbau ist aus Eichenholz und deshalb ziemlich haltbar“, erklärt Zuchold. Die ULS wolle künftig einen noch stärkeren Blick auf die genannten Sitzgelegenheiten haben, gerade wenn es um die doch nicht ganz unwichtige Frage der Pflege gehe, so der Projektleiter bei dem Treffen mit Osterburger Kommunalpolitikern.

„Mir würde jeden Tag etwas einfallen, was es zu erledigen gibt“, meint Klaus-Peter Gose (CDU). Auch er als Osterburger Ortsbürgermeister wisse, was er an der ULS und den geförderten Arbeitsplätzen habe. Einen eigenen Gemeindearbeiter für seinen Zuständigkeitsbereich gebe es nämlich beispielsweise nicht, und überhaupt seien die Möglichkeiten der Kommunen nicht zuletzt im sogenannten grünen Bereich immer kleiner geworden. Die Erwartungen aus der Bevölkerung auch nicht, was irgendwie verständlich sei. Gerade über den Zustand des Seggewiesenwalls habe es immer wieder Beschwerden gegeben. „Doch nun sieht es schön aus“, meint der Biesestädter blickt auf eine der drei nigelnagelneuen Bänke, deren Beine aus besonders widerstandsfähigem Robinienholz sind, der Rest besteht aus Nadelholz.

Nico Schulz (CDU), der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, sagt ebenfalls danke. Zumal: Osterburg und Umgebung wollen in der Zukunft verstärkt touristisch punkten. Vernünftige Bänke an beliebten Spazier- und Wanderwegen könnten dazu beitragen, sind sich in der Runde alle einig.

Von Marco Hertzfeld

Kommentare