Familie Tack entdeckt den Wunderbaum für ihren Garten

Rizinus-Exot gedeiht gleich hinterm Deich

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Die Blätter des Wunderbaumes erinnern an eine gespreizte Hand. Annegret Tack schätzt ihre Pflanze auf mindestens zweieinhalb Meter. Ehemann Jürgen bestätigt mit zwei Zollstöcken.

Wahrenberg. „Die Blätter, die Kapselfrüchte – dieser Strauch ist einfach nur wunderschön“, schwärmt Annegret Tack. Ehemann Jürgen kann sich ebenfalls kaum sattsehen an der Rizinuspflanze.

In ihrem Garten am Haus in Wahrenberg wachsen gleich mehrere dieser Exoten, das imposanteste Exemplar schafft es dieser Tage auf mindestens zweieinhalb Meter. Mit dieser Größe hat das Paar nicht unbedingt gerechnet. „Das Klima hier am Deich ist nicht außergewöhnlich mild, sogar ein wenig windiger als anderswo“, meint die Freizeit-Gärtnerin und lacht. Anspruchsvoll sei das Gewächs ja schon gar nicht. „Wir haben die Jungpflanze in ordentlich viel Komposterde gesetzt – und fertig. “ Innerhalb von nur drei bis vier Monaten ist ihnen die Vorzeigepflanze über den Kopf gewachsen. „Bitte mehr davon!“.

Vor ein paar Jahren hat ihnen ein Berliner einen Mini-Rizinus überlassen. Sonderlich viel wüssten sie über ihre Zöglinge noch nicht, geben die Tacks unumwunden zu. Umso größer ist die Freude über diesen raschwüchsigen Hingucker. Sie sind gespannt, in welche Höhen es noch geht. Unter idealen Bedingungen könne eine solche Pflanze bis zu fünf Meter groß werden, lässt sich in der Fachliteratur nachlesen. In den gemäßigten Breiten reckt sie sich krautartig in die Höhe und stirbt jedes Jahr oberirdisch ab. Ob sie im Frühjahr neu austreibt, hängt maßgeblich davon ab, wie hart der Winter gewesen ist. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordost-Afrika und dem Nahen Osten. Im tropischen Klima schafft sie ungebremst im Laufe der Jahre zehn Meter und mehr, bildet oftmals sogar einen verholzten Stamm.

Von Marco Hertzfeld

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