Oldtimerstammtisch und Brauchtumsverein nutzen Kuhstall in Iden um

Ritterliche Rindviehzone wird Depot für Feldtechnik

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Nach mehr als 20 Jahren Leerstand entsteht im einstigen Stammkuhstall des Rittergutes auf dem Areal der Landesanstalt für Landwirtschaft, Gartenbau und Forsten (LLFG) die Ausstellung „Agraneum“. Sie ist ein Gegenstück zur Nordwall-Classic-Garage in Stendal.

Iden. Eine Ähre links, die andere rechts, prangt stolz dazwischen Idens neueste Attraktion „Agraneum“ in acht stolzen Schwarzbuchstaben auf schneeweißem Untergrund hoch über dem noch ganz frischen Mauerdurchbruch.

Besonders die breite Einfahrt soll den mehr als 20 Jahre ungenutzten, einstigen Ritterguts-Stammkuhstall fit machen auf dem Weg zum multifunktionalen Landwirtschaftshistorien-Objekt. Den ersten agrargeschichtlichen Museumsgang ließen sich Donnerstagabend mehrere Dutzend Altmärker nicht entgehen.

Bis kurz vorher hatten tatkräftig Fleißige vom Oldtimer-Stammtisch Calberwisch und des Vereins zum Erhalt und zur Pflege Altmärkischen Brauchtums (VAB) hart zupackt. Hatten Futterkanäle beräumt und Säulen gestrichen, hatten Alt-Technik, wie den amerikanischen Bindemäher McCormick anno 1930 dorthin drapiert, wo noch bis Anfang der Neunzigerjahre eine reine Rindviehzone war.

Nun soll das Backsteingebäude zunächst als Depot für betagte Landwirtschaftstechnik dienen und somit das passende historisch orientierte Gegenstück zur in Stendal ansässigen Nordwall-Classic-Garage bilden.

Von Antje Mahrhold

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