Grundsteinlegung des Funkturms erfolgte am 12. Oktober 1956

Der Riese von Dequede feiert 60. Geburtstag

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Wie ein Fels in der Brandung steht der Dequeder Fernsehturm. Die Grundsteinlegung des 184,5 Meter hohen Riesen erfolgte am 12. Oktober 1956.

Dequede. Der Dequeder Fernsehturm steht in der Altmark wie ein Fels in der Brandung – bei gutem Wetter ist er Kilometer weit sichtbar. In diesen Tagen beging er seinen 60. Geburtstag – die Grundsteinlegung des 184,5 Meter hohen Riesen erfolgte am 12. Oktober 1956. Gefeiert wird das allerdings nicht.

Von Gerhard Frost (1920 -1988) entworfen, wurde der Turm als erster Fernsehturm der DDR nach dem Vorbild seines Stuttgarter Pendants aus Stahlbeton gebaut. Nach einer Bauzeit von gut drei Jahren ging er am 25. Oktober 1959 mit der Radioübertragung in Betrieb. Zehn Jahre später erfolgte erstmalig die Ausstrahlung von Farbfernsehprogrammen.

Im Jahr 1978 brachte die Deutsche Post der DDR eine 10-Pfennig-Briefmarke zum Weltfernmeldetag heraus, auf der neben einem Übertragungswagen der Turmkorb des Fernsehturms Dequede abgebildet ist.

Nach der Wende wurde der Riese komplett saniert. Auch die Technik wurde auf den neuesten Stand gebracht. Erfolgte die Übertragung jahrelang mit störanfälliger, analoger Sendetechnik (Röhrentechnik), wird heutzutage digital, nahezu störungsfrei gesendet. Aus ehemals sechs Radio- und Rundfunkprogrammen sind im Laufe der Zeit mehr als 20 Programme geworden.

Mittlerweile ist der Turm im Besitz der Deutschen Funkturm GmbH mit Sitz in Münster. Sie wurde 2002 gegründet, ist ein Teil der Deutschen-Telekom-Gruppe und ist für die Planung, Realisierung, Vermarktung und den Betrieb von Antennenträgern zuständig.

Laut Information der Telekom wird der 60. Jahrestag der Grundsteinlegung in Dequede nicht gefeiert.

Von Niels Troelenberg

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