Öffentliche Toilette am Osterburger Bahnhof bleibt geschlossen

So richtig läuft es nicht

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Ein Schild kündet von Tagen, als es für Reisende und Passanten auf der Suche nach einer Toilette besser lief. Das Häuschen ist genauso ausrangiert wie das historische Bahnhofsgebäude gleich daneben. Die modernen Bahnsteige befinden sich davor.

Osterburg. Da hilft kein Ziehen und hilft kein Drücken. Wer das Toilettenhäuschen am Osterburger Bahnhof, die einzige Örtlichkeit dieser Art in der ganzen Stadt, nutzen möchte, steht vor verschlossener Tür.

Reisende und Einheimische, die einmal schnell aufs stille Örtchen müssen, verstehen die Welt nicht mehr. Dass dieser Zustand alles andere als ein Aushängeschild für die Biesestadt ist, weiß auch Nico Schulz, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde. Ändern lasse sich an der Situation aber auch nichts. „Wir können uns die öffentliche Toilette nicht leisten, zumal auch der Bedarf einfach nicht groß genug ist“, glaubt der Christdemokrat. Gemeinden in ähnlicher Größe gehe es vermutlich genauso.

Auf einem grauen Schild an der Wand stehen die Öffnungszeiten, auch wird genannt, wo es den Schlüssel abzuholen galt. Das Häuschen im modern-funktionalen Schick gehört der Kommune und wurde einige Jahre nicht zuletzt von einem Kioskbetreiber gleich nebenan bewirtschaftet. Mehr oder weniger mit dessen unternehmerischem Ende wurden auch die öffentlichen Toiletten am biesestädtischen Bahnhof geschlossen. Wann genau das gewesen ist, lasse sich so auf die Schnelle nicht sagen, entschuldigt sich der Bürgermeister. Eines allerdings schon: „Die Toiletten waren oft beschädigt, es gab Schmierereien durch irgendwelche Leute und mutwillige Zerstörungen. Wir hatten eigentlich nur Ärger.“ [...]

Von Marco Hertzfeld

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