Städtepartnerschaft: Kaschade erinnert an Hochschul-Kontakte nach Tel Aviv

Ratschlag an Israel-Freunde: „Muss von unten wachsen“

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Moderne und Tradition: Israel versteht sich als ein jüdischer, freiheitlich-demokratischer und sozialer Rechtsstaat.

Osterburg. „Die klassische Form, ein Volksfest findet statt, wir fahren hin und trinken ein Bier, reicht nicht, und in diesem Fall schon gar nicht. “ Prof. Hans-Jürgen Kaschade macht den Befürwortern einer Partnerschaft zwischen Osterburg und der israelischen Stadt Meitar Mut.

Allerdings sollte Bürgermeister Nico Schulz (CDU) von Anfang an die Bürger einbeziehen. „Es muss von unten wachsen, darf nicht übergestülpt werden. Ich denke da an Kindertagesstätten, Schulen, den Handwerkerstammtisch, die Feuerwehr, den Sportverein und den Strickverein, je nachdem, was alles vorhanden ist und sich beteiligen will. “.

Der 74-Jährige hat die Hochschule in Stendal aufgebaut, leitete das Literaturhilfswerk sowie das Existenzgründerzentrum BIC in der Kreisstadt, pflegte gute Kontakte zu Osterburgs Bürgermeister Hartmuth Raden, inzwischen verstorben, und führt noch die Geschäfte der Kaschade-Stiftung. „Internationalität ist für mich nie eine Worthülse gewesen.“ Die Hochschule kooperierte mit der Universität Tel Aviv. Studenten aus Israel studierten in den 90er-Jahren in Stendal, und umgekehrt reisten Deutsche in den Nahen Osten. Der Professor weilte zweimal in Israel. „Das Projekt war vor allem dem Engagement eines Staatssekretärs in Magdeburg zu verdanken. Als er weg war, schlief das Ganze ein, leider.“ [...]

Von Marco Hertzfeld

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