„Sag’s uns einfach“ vorerst nicht für Osterburg / Aufwand wird als zu hoch eingeschätzt

Rathaus scheut Internet-Beschwerde

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Anfragen und Anregungen an die Verwaltung werden vorerst weiterhin nur über die vorhandenen Wege möglich sein.

Osterburg. Immer wieder treten kleinere oder größere Probleme auf, die aufmerksame Bürger der Verwaltung einfach und schnell mitteilen möchten und worauf sie dann auch eine kurzfristige Reaktion erwarten.

Hierfür gibt es seit geraumer Zeit das nichtkommerzielle Internetportal „Sag’s uns einfach“, das sachssen-anhaltinische und niedersächsiche Gemeinden für die schnelle Abwicklung nutzen können. Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz schätzt den Aufwand für eine Betreuung momentan zu hoch ein.

Oft sind es lokale Infrastrukturprobleme wie ein Schlagloch, eine defekte Straßenbeleuchtung oder eine wilde Müllkippe, die Bürgern ein Dorn im Auge sind. „Sag’s uns einfach“ ist ein System zur Erfassung und Abarbeitung von Anliegen und wird auf Landesebene zur kommunalen Nutzung bereitgestellt

Ziel des Systems ist die leichte, aber dennoch ausreichend verbindliche Kommunikation zwischen Bürgern und der Verwaltung im Kontext eines vorrangig kommunalen Beschwerdemanagements. Städte wie Gardelegen, Tangermünde, Tangerhütte oder Wolmirstedt nutzen das System bereits. Tangerhüttes Hauptamtsleiter Marco Henschel sagt, dass das Portal im Zuge der Überarbeitung der Internetseite Anfang des Jahres dort integriert worden sei. Seit dem 5. Mai seien 14 Einträge darüber gemacht worden. Die Resonanz sei „noch relativ überschaubar“. Henschel erklärt, wie das System funktioniert: Ein Bürger stellt eine Anfrage oder gibt eine Anregung. Daraufhin wird eine Email an die Stadtverwaltung gesandt. Ein Mitarbeiter schaut sich den Fall an und weist ihn einem Fachamt zu. Dort wird er bearbeitet und nach Erledigung wird eine Nachricht von einem EDV-Mitarbeiter online gestellt. Der Status der Bearbeitung ist jederzeit sichtbar.

Laut Bürgermeister Nico Schulz habe es diesbezüglich eine Rücksprache mit Tangerhütte und Wolmirstedt gegeben. In der Osterburger Verwaltung schätze man den Aufwand im Moment als zu hoch ein. Schulz sagt dazu. „Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sind ausreichend vorhanden.“

Von Niels Troelenberg

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