Flessaus neue Tobezone soll neben das Dorf-Domizil / Seitenhieb auf Rossau

Rasselbande freut sich auf lang ersehnten Spielplatz

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Lisa Markholz betreut eine Kindersportgruppe. „Die Kleinen würden sich über einen neuen Spielplatz riesig freuen“, meint die Physiotherapeutin. Die Reste der alten Tobezone sind kaum zu gebrauchen. Die Rutsche ist recht abgeranzt, allein die Schaukel bereitet Spaß.

Flessau. „Das passt schon ganz gut, allzu weit weg ist es ja nicht“, sagt Anke Lapöhn und blickt vom Fenster ihrer Plattenbauwohnung in Richtung Sportplatz. Dort soll möglichst bald ein Kinderspielplatz entstehen.

Für die Enkel der Flessauerin wäre dies die heiß ersehnte Tobezone. Bis dorthin sind es vielleicht zehn Minuten Fußweg, wenn überhaupt. Die Familie und weitere Bewohner der Blöcke aus DDR-Zeiten hatten sich im Sommer 2013 in der AZ darüber beklagt, dass es in der Osterburger Ortschaft keinen anständigen Spielplatz gebe. „Nun bewegt sich etwas. “ Die Rasselbande hatte sich die Spielgeräte möglichst nah an ihrem Zuhause gewünscht.

Dass die Tobezone für Kinder am Sportplatz nahe dem Ortseingang hingehört, davon ist Silvia Böker fest überzeugt. Schließlich befindet sich da auch das Dorfgemeinschaftshaus. „In diesem Bereich ist regelmäßig etwas los, dort spielt sich das Leben ab. In den Ferien wird im Dorfgemeinschaftshaus regelmäßig eine Schülerbetreuung angeboten“, weiß die Ortsbürgermeisterin im Gespräch mit der AZ. Wie genau der neue Spielplatz aussehen wird, lasse sich noch nicht abschließend sagen. „Wir haben mit Müttern gesprochen. Sie befürworten den Standort, und nun werden wir weitersehen.“

7500 Euro sind für den Spielplatz vorgesehen. Wenn der Haushalt der Einheitsgemeinde Osterburg wie geplant mit dieser Position unter Dach und Fach ist, könne das Projekt zügig in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Höhe der Summe hat auch anderswo Begehrlichkeiten geweckt. Der Rossauer Ortschaftsrat kritisiert, dass die vergleichsweise hohe Summe allein für eine Ortschaft ausgegeben werden soll (die AZ berichtete). Böker weist den Vorwurf zurück und sagt: „Ein Teil der Summe kommt ja sowieso von uns. Das Geld fließt in den Spielplatzbau.“ Und bitte: Einen Spielplatzstreit sollte niemand vom Zaun brechen.

Einen vernünftigen Spielplatz habe Flessau schon seit einiger Zeit nicht mehr, meint Böker. Früher hat es eine recht attraktive Tobezone nur einen Steinwurf von den Plattenbauten entfernt nahe dem Heizhaus gegeben. Sie ist längst Geschichte. Weiter oben im Dorf stehen noch die Reste eines anderen Spielplatzes. Etliche Geräte waren altersschwach, hielten den TÜV-Anforderungen nicht mehr Stand und mussten abgebaut werden. Die Lapöhns, ihre Enkel und natürlich auch deren Eltern waren von dem Areal schon vor mehr als einem Jahr nicht sonderlich angetan, zumal der nahe Teich auch so manche Gefahr berge.

Von Marco Hertzfeld

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