„Holzbomber“ strapazieren weiter Nerven und Straßen

Ordnungsamt: Schwerlaster nicht aus Osterburgs Innenstadt zu verbannen

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Konzentration: Die Bismarker Straße mitten in Osterburg ist bei Schwerlastfahrern eine beliebte Strecke. Dabei muss auch der Kreisverkehr in Höhe der Ballerstedter Straße passiert werden. Wer ein großes Fahrzeug lenkt, hat nicht zuletzt an dieser Stelle ganz schön zu kämpfen.

Osterburg. Anwohner der Bismarker Straße wollen sich offenbar nicht mit dem Schwerlastverkehr auf der Bismarker Straße abfinden und wollen ihn am liebsten ganz aus der Osterburger Innenstadt verbannt sehen.

Matthias Frank, der Ordnungsamtsleiter der Einheitsgemeinde, kann den Bürgern allerdings keine große Hoffnung auf eine Veränderung machen. Denn: „Genau für solche schweren Fahrzeuge sind diese Straßen auch gebaut. “ Bund, Landkreis und in diesem Fall das Land sind zuständig und zahlen für den Erhalt. „Das Thema beschäftigt uns regelmäßig. Und die Antwort der zuständigen Straßenverkehrsbehörde ist immer dieselbe: Es gibt keine rechtlichen Grundlagen und Beschilderungen, diesen Verkehr fernzuhalten“, so Frank am Donnerstagabend im Stadtrat.

Horst Guse hatte den Unmut der Anwohner in das Gremium getragen. Der Linke spricht von „Holzbombern in Richtung Zellstoffwerk Arneburg“ und weiteren schweren Fahrzeugen. Die Transporter können sich doch auch andere Wege außerhalb der Kernstadt suchen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder einmal Klagen gegeben, Lkw-Lenker seien in Osterburg zu schnell unterwegs und beschädigten ob der schieren Masse Bordsteine und Verkehrsinseln. Auch größere landwirtschaftliche Maschinen sollen nicht zuletzt die Bismarker Straße übermäßig beanspruchen. Unter den Kommunalpolitikern herrscht ziemliche Ratlosigkeit, wie sich die Situation ändern lässt.

Von Marco Hertzfeld

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