Stadtplaner stellt erste Arbeitsfassung des Flächennutzungsplanes für die Einheitsgemeinde vor

Nicht alle Lücken werden geschlossen

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Stadtplaner Volker Herger (2.v.r.) stellte den Mitgliedern des Ortschaftsrates von Königsmark eine erste Arbeitsfassung des Flächennutzungsplanes (FNP) für die Einheitsgemeinde Osterburg vor und notierte einige Änderungswünsche.

Königsmark. Im Rahmen des Königsmarker Ortschaftsrates am Dienstagabend stellte der freischaffende Stadtplaner Volker Herger den Ratsmitgliedern eine erste Arbeitsfassung des Flächennutzungsplanes (FNP) für die Einheitsgemeinde Osterburg – und damit auch für Königsmark und dessen Ortsteile – vor.

Im Rahmen des Königsmarker Ortschaftsrates am Dienstagabend stellte der freischaffende Stadtplaner Volker Herger den Ratsmitgliedern eine erste Arbeitsfassung des Flächennutzungsplanes (FNP) für die Einheitsgemeinde Osterburg – und damit auch für Königsmark und dessen Ortsteile – vor. Das langfristige Ziel, das mit dem FNP verfolgt wird, ist die Fortschreibung der zukünftigen Entwicklung der Einheitsgemeinde.

Beim Anschauen der Karten fiel den Mitgliedern als Erstes auf, dass innerhalb der Ortschaft und der drei Ortsteile keine Wohnbauflächen ausgewiesen sind und somit auch zwischen zwei Gehöften nicht gebaut werden dürfe. Auf Nachfrage musste Stadtplaner Herger gestehen: „Außerhalb von Gehöften kann man nicht bauen. Sie als Gemeinde haben sehr geringe Spielräume.“ Das Problem, was die Mitglieder sehen, ist, dass niemand in eine Ortschaft zieht, in der kein Bauland zur Verfügung steht.

Ein Ratsmitglied wollte wissen, ob denn ein Grundstück, dass sich zwischen zwei bebauten Grundstücken befindet, wenigstens wieder bebaut werden dürfe, wenn dort schon einmal ein Haus gestanden habe. Der Stadtplaner antwortete, dass dies nur möglich sei, wenn das Haus nicht länger als sieben Jahre unbewohnt gewesen sei, weil es danach als unbewohnbar gelte und in den sogenannten Außenbereich reinfalle.

Diese ihrer Meinung nach unsinnige Regelung stieß bei den Mitgliedern auf totales Unverständnis. Bauamtsleiter Matthias Köberle, der ebenfalls anwesend war, sagte: „Das kann man niemandem begreiflich machen, das Lücken zwischen Häusern nicht geschlossen werden können.“ Köberle führte das Beispiel einer Mutter an, die neben ihrem Haus für ihren Sohn ein Haus bauen möchte und das nicht darf.

Herger erklärte diese Einschränkung damit, dass der wischetypische Ortscharakter nicht durch Bebauung zerstört werden soll und dass der Regionalplan vorsehe, dass Osterburg als Grundzentrum gestärkt werde.

Der Stadtplaner wies in diesem Zusammenhang aber darauf hin, dass es natürlich möglich sei, bestehende Flächen, die bebaut sind, zu bebauen. So könne man beispielsweise eine Scheune abreißen und dort ein Wohnhaus errichten.

Nach der gut einstündigen Beratung sprachen sich die Mitglieder dafür aus, dass drei Kleinsiedlungsgebiete außerhalb von Königsmark als Dorfgebiet kategorisiert werden sollen, um keine Einschränkung bei der Bebauung zu haben. Zusätzlich soll ein Teil einer Ackerfläche, die an die Hauptstraße und an die Straße „Am Mühlenberg“ grenzt, als Dorfgebiet kategorisiert werden. In den kommenden Wochen will der Planer den FNP in allen Osterburger Ortschaften vorstellen. Bis der Entwurf dann rechtskräftig wird, sollen noch circa eineinhalb Jahre vergehen, hieß es.

Von Niels Troelenberg

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