Immer mehr hässliche Stellen an Osterburger Sehenswürdigkeit / Denkmalschutz hat Auge drauf

Neptuns Brunnen verliert an Glanz

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Eisen, Mangan oder anderes: Insbesondere an den Schalen des Neptunbrunnens haben sich hässliche Stellen gebildet.

Osterburg. „Muss das wirklich so sein?“ Besucher Osterburgs sorgen sich um den Neptunbrunnen. Der Zahn der Zeit hat an der Sehenswürdigkeit genagt.

Einheimische mögen sich an die Kerben, Risse und die unschönen dunkelbraunen Stellen gewöhnt haben, bei Touristen tauchen Fragen auf. Der laut städtischem Archiv aus Sandstein angefertigte und Anfang des 20. Jahrhunderts aus Italien importierte Brunnen stand ursprünglich vor dem Rönnebecker Schloss, das nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen wurde. Das Wasserspiel fand danach an der Nicolaikirche seinen neuen Platz. Vor gut 15 Jahren soll die Sehenswürdigkeit das letzte Mal im größeren Stil saniert worden sein. Inwieweit die neuerlichen Auswaschungen und Verfärbungen eine Frischekur nötig machen, scheint noch unklar. Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises hat ein Auge auf den Brunnen. Für mögliche Arbeiten sei die Kommune zuständig, so Sprecher Edgar Kraul auf AZ-Anfrage. Die Stadt will sich nun schlaumachen.

Von Marco Hertzfeld

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