Wilde Graffiti sorgen regelmäßig für Kosten und Ärger

Mit Nazi-Schmierereien Kunstwerk verschandelt

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FCM-Fans haben mehrere Objekte am Bahnhof beschmiert.

Osterburg. Zerstörungswütige haben das Biesebad-Wandbild des Graffitokünstlers Michael Braune verschandelt. Unter anderem wurde ein vorhanes Motiv zu einem Hakenkreuz.

Nazisymbole in roter Farbe sind in der Nacht zum Mittwoch auch an die Stadtmauer nahe der Nordpromenade gesprüht worden. Die Stadt hat Strafanzeige erstattet, die Kriminalpolizei ermittelt. Wer Hinweise zu den Taten hat, kann sich an Osterburgs Polizei unter Tel. (03937) 497291 wenden.

Schmierereien nahe dem Schillerdenkmal, selbst vor Fachwerkhäusern in der Altstadt machen illegale Sprüher nicht halt. Schon am Wochenende oder kurz danach haben mutmaßlich Fußballfans das frühere Bahnhofsgebäude, eine Telefonzelle und ein Toilettenhäuschen mit Farbe beschmiert. Bürgermeister Nico Schulz ärgert sich über jedes wilde Graffito, sah die Kernstadt der Einheitsgemeinde im Vergleich mit anderen Kommunen aber bislang nicht im besonderen Maße betroffen. „Gerade das Gebiet am Bus- und Zugbahnhof wird regelmäßig heimgesucht. Sind städtische Objekte besprüht, erstatten wir Anzeige, die Polizei ermittelt und in der Regel kommt die Versicherung für den Schaden auf. Wir bleiben nicht auf den Kosten sitzen, allerdings sind der ganze Aufwand und der Ärger nicht unerheblich.“

Mit etwas Sorge blickt Bürgermeister Schulz (CDU) auf das ausrangierte Bahnhofsgebäude selbst. Die Deutsche Bahn hat das Objekt 2012 verkauft. In der Folge übernahm eine Privatperson das Zepter und will dort vor allem Wohnungen einrichten. Doch seit geraumer Zeit passiert nichts mehr. „Wir als Stadt wünschen uns natürlich, dass es deutlich schneller vorangeht. Schließlich ist der Bahnhofsbereich ein Aushängeschild für Osterburg.“

Von Marco Hertzfeld

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