Musiker steigen bundesweit in Inga-Suche ein / Im Internet werden erste Videos tausendfach geteilt

Musiker steigen bei Inga-Suche ein: „Die Resonanz ist so krass“

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Die vermisste Inga.

kah Stendal/Salzgitter. Ein kurzes Video, das der Musiker „ToBeatz“ aus dem Raum Stuttgart vor einer Woche ins Internet gestellt hatte, wurde tausendfach geklickt.

Fazit aus dem Kreis seiner befreundeten Musiker: „Die Resonanz ist so krass.“ Thema des Stücks von „ToBeatz“ war die Suche nach der vermissten fünfjährigen Inga, die seit Beginn des Monats gesucht wird. Die Rapper texteten dann noch ihre weiteren Gedanken dazu, daraus wurde nun ein mehrminütiger Song von acht Musikern quer durch Deutschland. Seit zwei Tagen ist er aufrufbar bei der Video-Plattform „Youtube“. Er soll die Menschen emotional packen und sie dazu bringen, nach den ersten Meldungen über das vermisste Mädchen nicht zur Normalität überzugehen.

Das YouTube-Video

„Jeder, der was im Kopf hat, versteht diese Message“, sagt „ToBeatz“, 26, der eine sechsjährige Tochter hat. „Und die Leute sollen sie auch hören, nicht nur lesen“. Er hofft nicht nur, dass der Song durch soziale Netzwerke geteilt wird und somit eine große Öffentlichkeit bei jungen Menschen bekommt. Er glaubt auch, dass ein Entführer – wenn es einen gibt – durch öffentlichen Druck zur Besinnung kommen könnte. „Die mediale Präsenz ist so groß, dass man damit etwas bewegen kann“, sagt ein weiterer Musiker, „Frank“ aus Salzgitter. Er ist 40, sein Sohn Eric ist 16, und der hat auch auf dem Video mitgetextet. „Durch das Internet sprechen wir viele aus der jüngeren Zielgruppe an – das sind die werdenden Eltern“, sagt Frank. Freiwillig und ohne wirtschaftliche Motive mitgewirkt haben an dem Video neben „ToBeatz“ (TheSoundBoost), Frank und Eric auch Garo Sunstepper, Dan, Famoe, Ingrow, Paolo und Peter Gold (GoldAreaBeats in Salzgitter). Das Video ist unter „Deutschland sucht Inga“ bei Youtube find- und teilbar.

Von Kai Hasse

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