„The Gregorian Voices“ faszinieren stimmgewaltig mit Chorälen und Popmusik in der St.-Nicolai-Kirche

In Mönchskutten Lennons „Imagine“ zelebriert

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Die acht bulgarischen Sänger von „The Gregorian Voices“ überzeugten mit ihrer Stimmgewalt das Publikum in der Osterburger St.-Nicolai-Kirche. Neben Chorälen und Madrigalen brachte das Vokaloktett auch Popmusik zu Gehör – ohne Instrumente und Mikrofone.

Osterburg. Einen unvergesslichen Hörgenuss erlebten die Besucher am Freitagabend in der richtig gut besuchten Osterburger St. -Nicolai-Kirche. Verantwortlich dafür zeichneten die acht stimmgewaltigen Bulgaren namens „The Gregorian Voices“.

„Gregorianik Meets Pop“ lautete das Motto des gut anderthalbstündigen Konzerts in dem sakralen Gemäuer. In traditionellen Mönchskutten gekleidet, traten die Sänger vor dem Altar und erzeugten eine mystische Stimmung.

Ohne Mikrofone und in der fast dunklen Kirche startete das Vokaloktett aus Südosteuropa im ersten Teil seine gregorianischen Choräle, verbunden mit orthodoxer Kirchenmusik sowie geistlichen Lieder und Madrigalen aus der Zeit der Renaissance und des Barocks. Zum Repertoire gehörten unter anderem „Ave Maria“, „Ave maris Stella“, Salve Regina“, „Deum verum“, „Jertva Vecherniaya“ von Pavel Chesnokov und „Cantate Domino“ von Heinrich Schütz. Gekonnt spannten die Künstler den musikalischen Bogen vom frühen Mittelalter – Umberto Ecos „Name der Rose“ ließ irgendwie grüßen - bis zur populären Musik der Neuzeit. Zur Letzteren gehörten beispielsweise „Hallelujah“ von Leonard Cohen, „Yesterday“ von den legendären Beatles, „Imagine“ von John Lennon und „Knockin’ On Heavens Door“ vom frisch gebackenen Literatur-Nobelpreisträger Bob Dylan.

Der tosende Applaus des Publikums nach Rod Stewarts „Sailing“ veranlasste die Sänger von „The Gregorian Voices“ zu mehreren Zugaben, bevor sie am Ende am Südeingang des Gotteshauses Autogrammwünsche der Zuhörer erfüllten.

Von Thomas Westermann

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