Leidgeprüfter Ex-Hamburger (75) erfährt in Geestgottberg Hilfe eines rührigen 86-Jährigen

„Meinem Nachbarn so dankbar“

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Tiere, Land und Leute: Reinhard Ahlf hat im Geestgottberger Wohnplatz „Märsche“ eine neue Heimat gefunden. „Die Gegend ist schön“, sagt er. Einfach sei das Leben aber auch dort nicht. Das schwere Hochwasser 2013 hat Ahlfs Bäume absterben lassen.

Geestgottberg. „Wo ist er denn nur? Der gute Mann ist sicherlich schon wieder fleißig. “ Reinhard Ahlf schaut sich suchend um. Seit 1999 lebt der gebürtige Hamburger in Geestgottberg. „Und das sogar direkt am Deich.

Ich bin der Elbe also mehr als treu geblieben“, sagt der 75-Jährige und schmunzelt. Leicht sei das Leben aber auch in dieser landschaftlich reizvollen Gegend nicht. Das Haus und die insgesamt mehr als zehn Hektar Land machen Arbeit, und mit einigen Leuten ringsum hat es immer wieder einmal Knatsch gegeben. So richtig zu schaffen macht ihm die Gesundheit, die Folgen eines Herzinfarkts und eine Lungenkrankheit schwächen ihn. „Deshalb bin ich meinem Nachbarn ja so dankbar, dass er mir hilft. Erst vor wenigen Tagen hat er einen wichtigen Zaun neu gesetzt, einfach so und von sich aus. Immer wieder packt Robert Otto mit für mich an – und dieser Mann ist noch einmal elf Jahre älter als ich, er ist 86 Jahre. “.

Ahlf, früher ein selbstständiger Finanzbuchhalter, bohrt seine Krücke leicht in den Boden und steigt vorsichtig über eben diesen Zaun. Dieser ist nicht sonderlich hoch, aber ausreichend, Ponys und Schafe können nicht ausbüxen. Die Wiese ist in großen Teilen ein Trümmerfeld. Das extreme Hochwasser des vergangenen Jahres hat die Pappeln absterben lassen, ein Sturm hat dem Wäldchen den Rest gegeben.

Von Marco Hertzfeld

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