Familie will frühere Schädlingsbekämpfung nach und nach erneuern

Mausgraues DDR-Objekt soll eine Zukunft haben

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Michael Schrank klopft hoch oben maroden Putz ab, der droht, auf den Bürgersteig zu fallen. Die Familie möchte das Gebäude nach und nach erneuern und mit neuem Leben erfüllen.

Osterburg. Michael Schrank merkt bereits mit der bloßen Hand, dass der Putz an dieser Stelle nicht mehr zu retten ist. Er greift zum Hammer und gibt ihm vorsichtig den Rest.

Die feuchte bröckelnde Masse lässt der gebürtige Wuppertaler einfach in die quietschgelbe Arbeitsbühne seines Fahrzeugs fallen. Das mausgraue Eckhaus an der Stendaler Straße, in dem zu DDR-Zeiten die Schädlingsbekämpfung saß, soll eine Zukunft haben und nicht abgerissen werden. Es stand einige Zeit leer. Die Familie, die in Osterburg ein Bistro betreibt, hat das Gebäude im Oktober vergangenen Jahres übernommen. „Wir wollen es nun nach und nach auf Vordermann bringen, eben immer ein Stück weiter“, kündigt der Unternehmer gegenüber der AZ an.

Das Dach sei bereits vor dem Winter an den nötigsten Stellen repariert worden. In diesem Jahr soll auf jeden Fall ein Großteil der vorderen Fassade erneuert und farblich anders gestaltet werden. In naher Zukunft könnte ein Hundesalon einziehen. „Die Unternehmerin interessiert sich zumindest für einen gewissen Bereich des Hauses.“ Was aus dem großen Rest des zweigeschossigen Gebäudes nahe der biesestädtischen Feuerwehr wird, scheint noch nicht abschließend geklärt. Schrank kann sich aber gut vorstellen, dort selbst eine Maschinenvermietung einzurichten. „Das würde auch deshalb Sinn machen, weil das Objekt schon einmal als Lager genutzt wurde. Ausreichend Fläche ist jedenfalls vorhanden.“

Von Marco Hertzfeld

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