Berufswunsch von Christian Beninde und Familientradition im Einklang

Der Master-Feuerwehrmann

Christian Beninde war bei der Messe „A+A“ in Düsseldorf, wo er und zwei Komilitonen Rettungsvorgänge vorgeführt haben. Bei der Düsedauer Feuerwehr hat er vor zehn Jahren begonnen:

Düsedau/Magdeburg. „Der Opa ist Feuerwehrmann, der Papa und die Mama“, sagt Christian Beninde. Er selbst studiert „Sicherheit und Gefahrenabwehr“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Damit stehen ihm Tür und Tor offen, Berufsfeuerwehrmann zu werden.

„Pro Studienjahr kommen da etwa 20 Prozent unter“, schätzt der 20-Jährige. Leider sei für das Ende seines Bachelorstudiums schon jetzt klar, dass in Magdeburg keine Berufsfeuerwehrleute eingestellt werden. Das ist in etwas mehr als einem Jahr.

Sieben Semester beträgt die Regelstudienzeit. Am Ende seines dritten Jahres steht für ihn in Kürze das Praktikum an. Bis jetzt hatte er in Fächern wie Physik, Chemie, Umweltschutz, Löschtechnik, Bautechnische Grundlagen, Strömungsdynamik oder Thermodynamik viele Prüfungen zu absolvieren. „Während andere Feiern gegangen sind, waren wir froh über jedes Fach, wo keine Leistungsnachweise erbringen mussten“, sagt Beninde.

In Magdeburg teilt er sich eine Bude mit seinem Feuerwehrkameraden Florian Schluze aus Osterburger. Er selbst kam mit zehn Jahren zur Freiwilligen Feuerwehr Düsedau. Beide haben sich in ihrer Studienwahl von Marie Fabisch inspirieren lassen. Sie hatte auch in Magdeburg studiert und ist jetzt im Brandschutz tätig.

Er selbst ist sich noch nicht ganz klar darüber, ob er lieber in der Wirtschaft im Bereich Arbeitsschutz, in der Verwaltung im Brandschutz oder bei der Berufsfeuerwehr sein Glück suchen möchte.

Neben seinem ehrenamtlichen Engagement bei der Feuerwehr ist er auch als Sanitäter beim DRK. Dies war er auch schon vor seiner Studienzeit in Stendal. In Magdeburg betreute er jetzt unter anderem Konzerte wie Rocklegenden. Auf den Veranstaltungen trifft er sogar ab und zu auf alte Bekannte aus der Altmark. Als DRK-Mitglied hat er jetzt die Lehrgänge zum Gruppen- und Zugführer abgeschlossen.

Weil er doch noch auf die Karriere als Berufsfeuerwehrmann hofft und auch die schönen Ecken Magdeburgs kennengelernt hat, soll nach dem Bachelor noch der Master folgen. Während er mit dem Bachelor im gehobenen Dienst bei der Berufsfeuerwehr unterkäme, stünde ihm mit einem Master der höhere Dienst offen.

Insgesamt betrachtet, seien die Berufschancen aber sehr gut: „Keiner hat keinen Job, wenn er das Studium abschließt.“

Von Ronny Kauerhof

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