Weiterer Abriss im Umfeld der Goldbecker Bahnstation

Marodes Wohnhaus weicht vom alten Güterbahnhof

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In Trümmern liegt die Ruine des lange Zeit unbewohnten Einfamilienhauses an der Eichstedter Straße. Im Umfeld des 2011 für eine Million Euro sanierten Goldbecker Bahnhofs gibt es aber noch viele weitere Abrisskandidaten.

Goldbeck. Auf dem Weg zu einem attraktiveren Aussehen geht es im Uchtedorf Goldbeck einen Schritt voran. Nicht nur Bürgermeister wünscht sich für den Ort ein schöneres Antlitz.

Torsten Dobberkau möchte vor allem auch, dass alle durch Goldbeck reisenden Zug-Passagieren künftig ein positiveres Gleis-Ambiente sehen.

Als Anfang Januar dann ein kraftstrotzender Abrisskran das über Jahre baufällige Empfangsgebäude dem Erdboden gleich machte, erfüllte sich mit drei Jahren Verspätung ein Versprechen des Verkehrsministers. Thomas Webel kündigte bei der Einweihung des für eine Million Euro sanierten Bahnhofs im November 2011 den Abriss des Schandflecks für Ende 2011 an.

Rechts und links der Goldbecker Gleise gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer offensichtlicher Abrisskandidaten. Im Bereich des früheren Güterbahnhofs sind nun Rückbauarbeiten in Gange. Ein längere Zeit schon an der Eichstedter Straße leerstehendes Einfamilienhaus zeigt sich bereits in Trümmern.

Ziegelsteine, Mauerreste, Holz, Metallteile und jede Menge anderer Bauschutt stapeln sich vor der Ruine des einstigen Wohnhauses.

Bei dem Objekt handelt es sich laut Dobberkau allerdings zugleich auch um das einzige marode Gebäude, auf das die Gemeinde im Bereich des Goldbecker Bahnhofs Zugriff habe. Alle anderen Objekte befänden sich entweder in Privatbesitz oder gehörten der Bahn, berichtete der Bürgermeister im AZ-Gespräch.

Auch quer durch Goldbeck mangelt es nicht an weiteren ungenutzten, unbewohnten, verlassenen und baufälligen Immobilien, die abgerissen werden müssten. Das Uchtedorf kann in diesem Zusammenhang als Mitgliedsort vom Brachflächenmanagment-Projekt der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck profitieren. Seit Anfang 2013 schafft mit den Nachbargebieten Bismark und Osterburg initiierte Vorhaben Voraussetzungen, für den Rückbau ungenutzter Objekte.

Von Antje Mahrhold

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