Nach Drogenkonsum hätten „Stimmen“ ihn dazu gedrängt

Mann greift Polizeistation in Osterburg an

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Scheiben wurden zerstört, als ein Mann sich am Gebäude der Polizei in Osterburg zu schaffen machte.

Osterburg. „Stimmen im Kopf“ haben einen 26-jährigen Osterburger am Wochenende in Osterburg dazu gebracht, die örtliche Polizeidienststelle anzugreifen. Der Mann sitzt in psychiatrischer Behandlung.

Am frühen Samstagmorgen gegen 3.30 Uhr besuchte der Mann die Polizeidienststelle in der Ernst-Thälmann-Straße. An der Wechselsprechanlage forderte er, sofort zu „Frau Merkel“ vorgelassen zu werden. Nachdem man ihm mehrfach erklärt hatte, dass die Bundeskanzlerin leider nicht da sei, geriet er außer sich: Er versuchte zunächst, die Eingangstür des Revierkommissariats einzutreten. Das gelang ihm nicht – was ihn aber auch nicht stoppte. Er nahm sich Steine zur Hand und begann dann, die Fenster der Dienststelle zu bewerfen. Eine mehrfach unterteilte Scheibe ging zu Bruch – durch die (gepanzerte) zweite Verglasung kam er aber nicht.

Schließlich griffen die Beamten der Dienststelle ein. Sie setzten den Mann fest und befragten ihn. Der Mann sagte aus, er habe vor seiner Tat Drogen genommen. Dann hätten ihn „Stimmen“ dazu gedrängt, die Polizeistation anzugreifen. Der 26-Jährige wurde durch den Notarzt in die psychiatrische Klinik eingewiesen. Welche Drogen genau er genommen hatte, war gestern bei der Polizei noch unbekannt.

Von Kai Hasse

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