Gaststätte am Scheideweg: Familie packt nach fast 20 Jahren zusammen

Ein letztes Kaffeekonzert im „Forsthaus Barsberge“

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Für Doris Marquardt geht auf Barsberge, einer kleinen Anhöhe mitten im Wald, ein wichtiges Kapitel der Familiengeschichte zu Ende. Einige Erinnerungsstücke wird die Seehäuserin mitnehmen. Der Abschied fällt schwer, doch bleiben gute Erinnerungen.

Barsberge. „Mein Mann Detlef wäre in diesem Jahr fünfundsechzig geworden. Nun ist er tot, er fehlt uns allen sehr“, sagt Doris Marquardt traurig und blickt auf ein Schwarz-Weiß-Foto, das den Küchenmeister in der Anfangszeit mit etlichen Gästen zeigt.

Die traditionsreiche Ausflugsgaststätte „Forsthaus Barsberge“ steht am Scheideweg. Die Familie hat lange überlegt, ob es noch einige Jahre irgendwie weitergehen kann oder nicht, und sich schließlich dazu entschlossen, den Pachtvertrag vorzeitig aufzulösen. Damit geht zum 31. Oktober eine Ära zu Ende. Die Marquardts haben das weit über die Altmark hinaus bekannte Speisehaus 18 Jahre lang geführt. Nun ist es am Eigentümer, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Keine leichte Aufgabe.

„Barsberge ist eine Ruheoase. Ringsum ist Wald. Im Sommer finden Wanderer Heidelbeeren, im Herbst Pilze, einfach herrlich“, schwärmt die Forsthaus-Chefin im Gespräch mit der AZ. Die Wurzeln der Anlage reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Als die Familie die Gaststätte übernahm, hatte diese zuvor drei Jahre leergestanden. „Die Menschen waren froh und glücklich, dass es hier weiterging. Wir haben klein angefangen und uns richtig hochgearbeitet.“ Ein Selbstläufer sei aber auch die Ausflugsgaststätte nie gewesen. Küchenmeister Marquardt, der sich nicht zuletzt im Stendaler „Bahnhofshotel“ seine ersten Sporen verdiente, fand in dem Waldgebiet nahe Seehausen sein neues Glück. Die gesamte Familie zog mit, packte an, half, wo sie konnte, „Anders ging es auch gar nicht.“

Von Marco Hertzfeld

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