Schlacht-Jubiläum: Osterburger Gymnasiasten werden Rekruten für Napoleon

„Kriegskasse“ ist für das Gefechtsspektakel gefüllt

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Am Yorck-Stein, der zirka zwei Kilometer nördlich von Altenzaun steht, wird das Spektakel feierlich eröffnet.

Altenzaun. Die „Kriegskasse“ für das Gefechtsjubiläum an historischer Stelle in zehn Wochen ist seit Donnerstagabend dank der Spende eines Stendaler Kreditinstitutes mit 5000 Euro gefüllt.

Hohenberg-Krusemarks Gemeinderat hat den Geldsegen im Turnhallen-Versammlungsraum in Hindenburg legitimiert. Koordinator Dr. Wolfgang Haacker hat mit Hauptamtsmitarbeiter Sven Ludwig die Details festgelegt – und der Schlacht-Plan steht.

Zwar wird nur ein Bruchteil der etwa 2500 Mann starken Truppen wie vor 210 Jahren schauspielernd ins Feld nahe der Elbe ziehen, um das historisch-bedeutsame Vermächtnis von Oberst Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg in Szene zu setzen, dafür aber fügt das Ereignis Militär-Fans der Region zusammen. Als veranstaltende „Truppenteile“ fungieren neben der Gemeinde Hohenberg-Krusemark Stendals 10. Traditionshusarenregiment mit dem 3. Linieninfanterieregiment 1813 sowie der Kulturförderverein „Östliche Altmark“.

Das Spektakel am Samstagnachmittag, 29. Oktober, wird ab 15 Uhr seinem Höhepunkt entgegensehen, weil es dann auf dem nach zwei Jahrhunderten immer noch vollständig erhaltenen Gefechtsgelände zur Darstellung des damaligen Gefechtsablaufes kommen wird. Dabei legen die Veranstalter großen Wert darauf, die historischen Szenen „im Rahmen heutiger Möglichkeiten“ möglichst originalgetreu vor Publikum aufzuführen. Zum Einsatz kommen Kräfte der Kavallerieaufklärung, der Kanonade und der Infanterie. Als Rittmeister fungiert der Stendaler Peter Krupp. Sein „Gegner“ als Kommandeur der französischen Truppen ist Corporal Kay Kowollik, ein gebürtiger Kreisstädter.

Das historische Gefecht bei Altenzaun gilt als bedeutsam, weil es Oberst Yorck gelungen ist, nach den vernichtenden Niederlagen der Preußen gegen die Truppen Napoleons bei Jena und Auerstedt als Kommandeur der Nachhut des Herzogs von Weimar den Übergang über die Elbe zu ermöglichen.

Von Antje Mahrhold

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