Neues Stück in drei Akten: Meseberger Mühlentheater feiert Premiere in Düsedau

„Im Knast ist (k)ein Zimmer frei!“

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Die Akteure des Meseberger Mühlentheaters bedankten sich beim Publikum. Die Premiere am Sonnabend in der ehemaligen Düsedauer Gaststätte war ein voller Erfolg.

Düsedau. Die Akteure des Meseberger Mühlentheaters waren sichtlich erleichtert, stolz und überglücklich als der Vorhang am Samstagabend ihrer Premiere des Stücks „Im Knast ist (k)ein Zimmer frei!“, in der ehemaligen Gaststätte in Düsedau fiel.

Einmal mehr bewiesen die Mitglieder des seit mittlerweile zwei Jahren selbstständigen Vereins – gehören nicht mehr zur Meseberger Mühle beziehungsweise Heimatverein – ihr Können und sorgten unter den zahlreich erschienenen Gästen für ausgiebige Lachanfälle.

Auch in diesem Jahr sind alle acht Veranstaltungen restlos ausverkauft. „Einerseits ist diese Resonanz überwältigend und wahnsinnig schön, andererseits ist es aber auch schade, einige Leute weg schicken zu müssen, weil sie keine Karte ergattern konnten“, verriet Akteurin Renate Kleszcz im Gespräch mit der AZ. Momentan besteht der Verein aus zwölf Mitgliedern. „Die Zwanzig würden wir schon noch gern erreichen“, ergänzte Laienschauspielerin Heike Rix. Interessenten können die Mitglieder gern über ein mögliches Engagement auf der Bühne persönlich ansprechen.

Torsten Henschel (v.l.), Ingo Schulze, Thomas Urbscheit und Uwe Wienroth sorgten für zahlreiche Lachanfälle.

In dem aktuellen Stück von Jonas Jetten ist eine kleine Polizeistation mit einer ausgedienten Gefängniszelle für Kleinganoven auf dem Land der Dreh- und Angelpunkt. Die nichtgenutzte Räumlichkeit baute Polizeihauptwachtmeister Jakob Müller und seine Frau Gertrude, die auf der Station auch wohnen, zu einem Wohnzimmer um. Weil das Gefängnis in „Sing Sing“ restlos überfüllt ist, beschloss der Polizeipräsident kurzerhand die Zelle zu reaktivieren und quartierte drei charakterlich amüsante Kleinganoven in Müllers „Wohnzimmer“ ein. Hinzu kommt ein angekündigter Besuch von Gertrudes Landfrauen. Außerdem macht ein Gerücht um einen schweren Millionengewinn der Müllers die Runde. Da ist guter Rat teuer und somit beschloss das Pärchen ihre Gefangenen als Bedienstete auszugeben. Eine chaotische Geschichte, die mit reichlich Applaus bedacht wurde.

Bei der Komödie in drei Akten wirkten Uwe Wienroth, Rositha Schwanke, Thomas Urbscheit, Torsten Henschel, Ingo Schulze, Marion Müller, Renate Kleszcz, Heike Rix und Angelika Loleit mit. Regie führte Andrea Lange. Als Souffleuse und Beraterin fungierte Monika Knappe. Die Proben für das Stück begannen übrigens schon im Februar.

Von Stephan Metzker

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