Werner Mohr: „2016 war ein komisches Storchenjahr“

38 Jung-Adebare in Richtung Süden

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38 in Wahrenberg geschlüpfte Jungstörche traten in diesem Jahr ihren Flug gen Süden an. Hinsichtlich der Masten in den Stromleitungen soll 2017 eine Lösung gefunden werden.

Wahrenberg. „2016 war ein irgendwie komisches Storchenjahr in Wahrenberg. Vielleicht liegt es am Schaltjahr?“, mutmaßt Werner Mohr, der „Storchenvater“ des Elbedorfes. Es gab 20 Paare, 15 haben allerdings nur gebrütet.

Von den 42 Jungstörchen, die das Licht der Welt erblickten, traten 38 die Reise in den Süden an, vier seien verendet, berichtet Mohr auf AZ-Anfrage. Es habe zwischen den Vögeln viele Kämpfe gegeben, mehr als es in den anderen Jahren zuvor der Fall war. „Irgendwie komisch“, wiederholt sich der Wahrenberger.

Im Durchschnitt seien sonst pro Horst drei Jungstörche aus den Eiern geschlüpft, 2016 waren es weniger. So ganz unzufrieden mit den Brutergebnissen ist Werner Mohr dennoch nicht. „Wir liegen in ganz Deutschland über dem Durchschnitt. Das ist auf die guten Futterbedingungen zurückzuführen, die die Adebare in und um Wahrenberg vorfinden.“ Dazu gehören neben der Elbe auch die vielen saftigen grünen Wiesen, die mit Fröschen und anderem Getier den Tisch für die Rotschnäbel reichlich decken.

Handlungsbedarf für die Zukunft sieht Werner Mohr bei vier Horsten, die sich direkt an den Stromleitungen befinden. „Die Masten müssen höher gesetzt werden. Es könne durch den Kontakt zwischen Nestmaterialien und den Leitungen zu Kriechströmen und damit zu Störungen kommen. Diesbezüglich soll das Gespräch mit dem Energieversorgungsunternehmen gesucht werden.

Von Thomas Westermann

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