Windräder 2017 ans Netz / Weitere Projekte erst einmal nicht in Sicht

Ein Jahr Energiewerke: „Gerade noch rechtzeitig“

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Ein CDU-Bürgermeister engagiert sich für grüne Energie. Nico Schulz zeigt auf der Karte, wo zwei EWO-Projekte in der Gemeinde umgesetzt sind und wo ein weiteres geplant ist.

Osterburg. „Wir sind gerade noch rechtzeitig auf den fahrenden Zug aufgesprungen. “ Nico Schulz sieht die Energiewerke Osterburg (EWO) auf dem richtigen Weg.

Die Einheitsgemeinde habe die Entwicklung der erneuerbaren Energien und deren Möglichkeiten für die Kommunen zwar ein wenig verschlafen, sei aber nun aufgewacht und könne zukünftig sicherlich vom neuen Markt finanziell profitieren, auch wenn sich konkrete Zahlen noch nicht nennen ließen. Für das bislang größte Projekt der EWO, die vor einem Jahr so richtig ihre Arbeit aufgenommen haben, sind die Weichen gestellt. Zwischen Storbeck, Erxleben und der Stadtrandsiedlung entsteht der Windpark Osterburg. Die drei Anlagen könnten Ende 2017 in Betrieb gehen, hofft der CDU-Mann. Weitere Vorhaben seien erst einmal nicht in Sicht.

Schulz hat 2011 das Ruder in Osterburg übernommen, die Gründungsidee formuliert und vorangetrieben. Ende 2013 gab der Stadtrat grünes Licht. Für die EWO kooperieren die „Avacon Natur“, eine Tochter des Eon-Konzerns, und die Stadtwerke Osterburg, ein Unternehmen mit kommunaler Beteiligung. Letztgenannte halten 51 Prozent der Anteile an der neuen Gesellschaft. Dadurch habe die Kommune wie schon bei den Stadtwerken ihre Einflussmöglichkeiten. In absehbarer Zukunft, so die Vision, sollen Bürger vergleichsweise günstigen Strom erhalten können. Und die Stadt selbst wäre ein Stück weit unabhängiger und beweglicher.

Die Anträge für die drei Windräder laufen. Die Regionale Planungsgemeinschaft Altmark habe dem Projekt bereits ihren Segen gegeben. Der Bürgermeister rechnet damit, dass auch die Genehmigungsbehörde zustimmen wird. „Das Nutzungskonzept ist eingereicht. Es wird normale Auflagen geben, das bekommen wir alles hin“, sagt Schulz der AZ.

Zwei EWO-Projekte sind bereits umgesetzt. Auf dem Osterburger Grundschuldach arbeitet eine Fotovoltaikanlage. Und in der Landessportschule sind zwei Blockheizkraftwerke (Kraft-Wärme-Kopplung) im Einsatz.

Von Marco Hertzfeld

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