Der Ruhestand naht: Ehrenamtlicher Bürgermeister Klaus-Peter Gose (64) will Osterburg die Treue halten

„Ich mache mich nicht aus dem Staub“

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„Das ist kein Taschengeld für den Ruhestand.“ Was noch an D-Mark im Jagd- und Lederwarengeschäft landet, bringt Klaus-Peter Gose zur Bundesbank in Magdeburg und tauscht es um.

Osterburg. „Ende Dezember ist Schluss. “ Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU) und Ehefrau Beate haben sich am Plauer See in Mecklenburg-Vorpommern ein zweites Zuhause gebaut. Ihr gemeinsames Ladengeschäft an der Breiten Straße in Osterburg geben sie auf.

„Ich mache mich aber nicht aus dem Staub“, sagt der Christdemokrat verschmitzt. Der Lebensmittelpunkt sei und bleibe die Biesestadt, auch im beruflichen Ruhestand. „Wir sind beide fest in der Region verwurzelt und haben hier einen Teil der Familie, zahlreiche Freunde und Bekannte, ein Haus, das alles gibt man doch nicht einfach so auf. “ Und überhaupt: „Ich bin für weitere fünf Jahre, also bis 2019, in die politischen Gremien gewählt worden und will die Menschen nicht enttäuschen. Osterburg bleibt unsere Nummer eins.“

Schon bald nicht mehr wie gewohnt jeden Morgen ins Geschäft zu gehen, sei schon ein komisches Gefühl. Die Goses sind mit Leib und Seele Kaufleute. Er stammt eigentlich aus Seehausen und lebt seit Ende der 70er-Jahre in der Stadt. Sie ist eine waschechte Osterburgerin und der Spross einer recht alten Handwerkerdynastie. So ein Laden sei auch für einen Kommunalpolitiker wie ihn wie gemacht. „Man ist ganz dicht dran, auch wenn ich beides natürlich immer zu trennen wusste. Ich liebe den direkten Umgang mit den Leuten, ihre Geschichte und ihre Geschichten“, sagt Gose, der im Juli seinen 65. Geburtstag feiert, und schaut auf eine kleine blaue Blechschachtel.

Darin befinden sich ein paar Geldscheine und allerhand Klimpergeld. „Ob das noch jedem vertraut ist?“ Die beiden Großbuchstaben D und M auf dem Deckel dürften den ganz jungen Leuten auch nicht auf die Sprünge helfen. „Ich trauere der Deutschen Mark ja ein wenig nach. Wir hatten als ehemalige DDR-Bürger doch nicht genug Zeit, beim Reisen zu erkennen, welchen Stellenwert die D-Mark in der Welt hatte.“ Dennoch sei die Entscheidung für den Euro richtig. „Europa ist die Zukunft. [...]

Von Marco Hertzfeld

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