Osterburger Septett feiert beim Fest in polnischer Partnerstadt Wielun

Hochzeitssuppe, Spargel und Schnaps im Gepäck

Miroslaw Szymul (l.), Leiter der Gruppe TNNR, hat ein Geschenk an Nico Schulz (3.v.r) übergeben. Landrat Andrzej Stepien (3.v.l.) und Bürgermeister Pawel Okrasa (r.) freuen sich mit dem Osterburger. Wielun feierte am Wochenende sein traditionelles Stadtfest.

Wielun / Osterburg. Wenn das polnische Wielun feiert, ist Osterburg dabei. Eine Delegation aus der Ostaltmark hat den Ort besucht und am Stadtfest teilgenommen.

„Wir haben Osterburg mit einem Marketingstand präsentiert und beworben; dabei frischen Spargel, Spargelschnaps und Hochzeitssuppe verkauft“, berichtet Nico Schulz, der Bürgermeister der Einheitsgemeinde. 50 Kilogramm Spargel seien extra dafür von einem Spargelbauern in Plätz gesponsert worden. Der Verkaufserlös kommt dem Haus für alleinerziehende Mütter in Wielun zugute. Pawel Okrasa, Bürgermeister der Stadt, hat die Spende auf der großen Festbühne entgegengenommen. Osterburg und Wielun verbindet seit dem Jahre 2000 eine Städtepartnerschaft.

Wielun zählt mehr als 20 000 Einwohner. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch die deutsche Luftwaffe stark beschädigt. Ein Beitrag zur Sicherung des Friedens und zum Ausbau gutnachbarlicher Beziehungen zwischen Deutschen und Polen zu schaffen, gehört zu den Grundsätzen der Partnerschaft. Osterburger und Wieluner besuchen sich regelmäßig.

Zur Delegation aus der Biesestadt gehörten diesmal auch Thorsten Schulz, Steffen Seifert, Ute Pahl, Michael Handtke, Ralf Engelkamp und Liane Schulze. Der Bürgermeister bekam ein Geschenk der Schülerband TNNR als Dankeschön für die Einladung zum Stadt- und Spargelfest. Die jungen Musiker aus Polen hatten beim Stelldichein Anfang Juni in der Altmark für Stimmung gesorgt.

Osterburg pflegt eine einzige Städtepartnerschaft im eigentlichen Sinne, und das ist die zu Wielun. Partnerschaftliche Beziehungen der lockeren Art existieren darüber hinaus zu Soltau in Niedersachsen und zu Oerlinghausen in Nordrhein-Westfalen. Wie sich die noch jungen Verbindungen zum israelischen Meitar (die AZ berichtete) entwickeln werden, bleibt abzuwarten.

Von Marco Hertzfeld

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