Zurück aus Amerika: Klein Schwechtens Junge Gemeinde präsentiert Reisebericht

Mit Himmels Willen in Florida gewachsen

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Klein Schwechtens Junge Gemeinde will sich bei allen Unterstützern am Donnerstag, 29. September, im Saal in Möllendorf bedanken. Im nächsten Jahr kommen junge US-Amerikaner der Partnergemeinde Frederick/Maryland in die Altmark. Gasteltern werden gebraucht.

Klein Schwechten/Florida. Auch für diesen Auftritt werden sich die Jungen und Mädchen der Jungen Gemeinde des Pfarrbereichs Klein Schwechten extra einheitliche Motto-Shirts überziehen.

Die Altmärker wollen sich in anlassgerechten Oberteilen für die Unterstützung aus der Region bedanken, die in diesem Sommer den Weg nach Florida geebnet hat. Das Logo entwarf die Truppe selbst, wobei das G für Gott steht, das Kreuz als Zeichen des Christentums, die Weltkugel für Offenheit und zwei sich umarmende Menschen die Freundschaft symbolisieren. Das Logo war bei vielen Vorbereitungstreffen im Vorfeld der USA-Reise kreiert worden. Erstmals getragen haben die Jugendlichen die Shirts auf ihrem Reisesegen-Gottesdienst.

„Sich selbst als Ausländer zu erfahren“

Wie berichtet, starteten die jungen Altmärker am 18. Juli nach Übersee, um die Partnergemeinde United Church of Christ (UCC) in Frederick/Maryland zu besuchen. „Auch zwei katholische Jugendliche waren dabei – Ökumene wirklich gelebt“, schildert die Gruppe nun. Und berichtet: „Mit Deutschlandflagge und Altmärkischer Hochzeitssuppe wurden wir herzlich begrüßt.“ So erlebten die Jugendlichen, wie es sich anfühlt, „sich selbst als Ausländer zu erfahren“ und „auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein“, als sie in der ersten Woche in Gastfamilien zu Besuch waren. Diese Erfahrung habe bei den jungen Altmärkern das Verständnis für all diejenigen Menschen wachsen lassen, „die in der Heimat zu Gast sind und ebenso Hilfe brauchen“.

Das Besuchsprogramm der Klein Schwechtener Jung-Christen hatte es in sich: Vom Arbeitseinsatz auf einer Farm in Frederick über eine Fahrt im typisch gelben Schulbus nach Washington D.C. und einer Stippvisite in der Arbeiterstadt Baltimore bis hin zum Gedankenaustausch über Nationalstolz mit amerikanischen Jugendlichen und einer Aufräumaktion an der Kirche in Frederick bei 35 Grad gab es jede Menge Kultur, Geschichte und geistlichen Austausch, wie die Gruppe bilanziert.

Gänsehaut-Feeling vor 3000 Jugendlichen

Ein Höhepunkt war die Teilnahme am UCC National Youth Event, „wo wir mit über 3000 Jugendlichen aus den ganzen Vereinigten Staaten zusammenkamen“ – inklusive „Gänsehautfeeling beim Einmarsch mit unserem deutschen Banner und unserem deutschen Gesangsbeitrag beim Abschlussgottesdienst vor 3000 Teilnehmern“. Das Banner hatte die Partnergemeinde extra für die Altmärker anfertigen lassen. „Unsere Eltern zuhause wurden dank der modernen Technik täglich über Whatsapp und Facebook mit Neuigkeiten und Bildern informiert, wenn auch mit sechs Stunden Zeitverschiebung“, heißt es im Reisebericht der jungen Truppe. Die Mädchen und Jungen sind dankbar, dass es auch mit der Finanzierung als „besonderer Herausforderung“ geklappt habe. „Unterstützung kam aus den eigenen Gemeinden und es gab Privatspenden, Sachspenden und den Eigenanteil der Teilnehmer.“ Förderanträge wurde vom Organisationsteam unter anderem von Maren Schlemmer sowie von Kathrin und René Schernikau etwa an die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend gestellt. „Hierbei wurden sie von Anne Haertel und Geschäftsführer Gernoth Quasebarth vom Kinder- und Jugendpfarramt in Magdeburg sowie von Beate Sellin und Amtsleiterin Dorothee Westphal vom Kreiskirchenamt Stendal unterstützt“, wie es im Resümee der Klein Schwechtener Jungen Gemeinde heißt.

Austausch-Projekt geht 2017 weiter 

Um für die Jugendarbeit ihrer Heimat zu werben, drehten die Jugendlichen mit Pfarrer Dr. Michael Nolte den Film „Estomihi bis Exaudi“ (Sonntage mit geheimnisvollen Namen), der bei Gemeindenachmittagen gezeigt wurde. Auch beim Weihnachtsmarkt in Goldbeck und Spargelfest in Plätz war die Truppe mit Ständen präsent

Mit einem Imbiss und einer Fotopräsentation bedanken sich die Übersee-Reisenden am Donnerstag, 29. September, 18 Uhr, im Saal in Möllendorf. Gemeindemitglieder, Unterstützer und Interessierte werden erwartet. Denn das Projekt geht in die nächste Runde. Im Lutherjahr 2017 werden US-Amerikaner aus Klein Schwechtens Partnergemeinde die Altmark besuchen. Gastfamilien werden gesucht. Erste Kontakte können in Möllendorf zum Organisationsteam geknüpft werden.

Von Antje Mahrhold 

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