Kammer ist mit Entwicklung zufrieden

Handwerk: Probleme in ländlichen Regionen wie der Altmark

+
Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe, Konjunkturexpertin Theresa Klette und Kammerpräsident Hagen Mauer (v.r.), stellten den aktuellen Konjunkturbericht vor.

Altmark / Magdeburg. Das Handwerk im Norden Sachsen-Anhalts ist weiter in Bestlaune. Die Konjunktur brummt. Es gibt aber regionale Unterschiede.

Das geht aus dem aktuellen Konjunkturbericht hervor, den Kammerpräsident Hagen Mauer und Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe am Dienstag vorstellten. Mit einem Geschäftsklimaindex von 91 Punkten wurde erneut ein Spitzenwert erreicht. Die Lagebeurteilung nach Landkreisen zeigt aber ein differenziertes Bild. Die Unternehmer in der Landeshauptstadt sind, als ihre Kollegen in ländlichen Regionen. So bewerten in Magdeburg 58 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als gut, nur zwölf Prozent als schlecht. Im Altmarkkreis Salzwedel beurteilen 46 Prozent ihre Geschäftslage positiv, aber 19 Prozent negativ. Der Landkreis Stendal liegt mit 43 Prozent positiven und zwölf Prozent negativen Einschätzungen im Mittelfeld.

Gründe für die unterschiedlichen Befindlichkeiten sieht Grupe einerseits in Infrastrukturproblemen. Die fehlende Autobahnanbindung und das schlecht ausgebaute Breitbandnetz machen besonders den Betrieben in der Altmark zu schaffen. Andererseits wirkten sich die demografischen Probleme aus. In der Großstadt seien Fachkräfte einfacher zu finden. Gleiches gelte, wenn sich der Firmeninhaber zur Ruhe setzt und ein Nachfolger gesucht wird.

Motor der Entwicklung ist erneut das Bau- und Ausbaugewerbe. Die Geschäftsbücher sind in allen Sparten prall gefüllt und es dauert im Durchschnitt rund acht Wochen zwischen Auftragserteilung und Lieferung. Trotzdem sank die Gesamtzahl der Beschäftigten. Im Altmarkkreis Salzwedel sind gegenwärtig 1237 Handwerksbetriebe registriert. Das sind 0,2 Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn.

Mit 1620 Betrieben verzeichnete der Landkreis Stendal ein leichtes Plus von 0,1 Prozent.

Von Christian Wohlt

Kommentare